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Einleitung
„Wenn ich doch nur wüsste, was ich suche!" seufzte kürzhch eine Zwanzigjährige während einer psychotherapeutischen Sitzung und artikuherte damit eine Grundstimmung junger, häufig aber auch äherer Menschen. Sie stoßen damit auf eine wichtige Selbsterkenntnis: Der Mensch ist ein in sich sehnsüchtiges Wesen. Um ihre Sehnsucht zu bezwingen, sind viele Menschen in unserer Bevölkerung geradezu reisesüchtig geworden - und die Billigflüge machen es möglich, sich zwischen Florida, den Balearen und Haiti zu tummeln.
Trotzdem klagen selbst manche unter diesen Vielreisenden über Einsamkeit. Sie haben viel gesehen, viel erlebt; aber wenn sie wieder daheim sind, spüren sie neu das Ziehen der Sehnsucht in ihrer Seele. Was fehlt? Auch eine schmucke und behaglich eingerichtete Wohnung, ja, nicht einmal ein prächtiges Haus und erst recht kein Schloss vermögen die Sehnsucht zu löschen; viel eher schon die Gemeinschaft mit einem Menschen: mit nahen Angehörigen, mit gleich gesinnten Freunden, 80 Prozent aller junger Menschen, so hat kürzlich eine Umfrage ergeben, wünschen sich zum Beispiel, eine Familie zu gründen.
Aber warum gibt es dann in unserer Gesellschaft so viele Singles? In manchen unserer Großstädte ist bereits jede zweite Wohnung ein Single-Haushalt. Und selten handelt es sich dabei um eine „splendid isolation", um ein glückliches Alleinsein.
Fragt man Alleingänger danach, so werden verschiedene Gründe dafür angegeben. Aber sie haben doch häufig einen