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bmleitungIst die Große Pyramide die in Stein ausgedrückte Verkörperung eines uns verlorengegangenen Wissens? Wurde das letzte der heute noch erhaltenen Sieben Weltwunder, das man häufig als das erhabenste Denkmal der Geschichte bezeichnet, von geheimnisvollen Baumeistern entworfen, die mehr von den Rätseln unseres Weltalls wußten als die Geschlechter, die ihnen folgten?Seit Jahrhunderten schon ist eine Erörterung über diese Frage im Gange, und sie wird von hervorragenden Gelehrten und Forschern ebensooft leidenschaftlich verneint wie bejaht. Obgleich allgemeine Übereinstimmung darüber besteht, daß die Große Pyramide wenigstens 4000 Jahre alt ist, kann doch niemand mit Gewißheit sagen, von wem oder warum sie erbaut wurde.Bis vor kurzem gab es keinen schlüssigen Beweis dafür, daß die Bewohner Ägytens bereits vor 5000 Jahren zu den exakten astronomischen und mathematischen Berechnungen fähig waren, die sie benötigten, um den Ort und die genaue Ausrichtung für diese Pyramide zu ermitteln und sie an dem festgelegten Platz in der von uns bewunderten Weise zu errichten.Es wurde dem Zufall zugeschrieben, daß die Fundamente der Pyramide mit einer nur winzigen Abweichung exakt nach den vier Hirrmielsrich-tungen orientiert sind; daß bestimmte Größenverhältnisse in ihrem Aufbau wiederholt und in unmißverständlicher Weise den Wert für k wiedergeben (das heißt für jene konstante Größe, mit der der Durchmesser eines Kreises zu multiplizieren ist, um den Kreisumfang zu ermitteln), und das mit einer Genauigkeit bis auf mehrere Dezimalstellen; daß ihre Hauptkammer in den Ausmessungen den heiligen Dreiecken mit den Seitenlängen 3:4:5 und 2: V~5:3 (a^ + b^ = c^) entspricht, jenen Dreiecken also, die Pythagoras berühmt machen sollten und die nach Piatos Timaios als Bausteine des Kosmos zu gelten haben. Man hielt es ferner für zufällig, daß die Winkel und Seitenflächen der Pyramide ein hochentwickeltes Verständnis für trigonometrische Werte bezeugen und daß ihre äußere Gestalt aufs genaueste den grundlegenden Größenverhältnissen des Goldenen Schnitts entspricht, die sowohl von den Meistern des Cinquecento als auch von den bedeutendsten modernen Architekten als ideale Maße betrachtet werden. Nach der Ansicht moderner Gelehrter wurde in Ägypten die grob berechnete Größe JT frühestens gegen 1700 v. Chr. angewandt - wenigstens ein Jahrtausend nach dem Bau der Pyramide. Der Lehrsatz des Pythagoras entstand danach im 5. Jahrhundert v. Chr., und die Entwick-