Bővebb ismertető
VorwortIn diesem Demokratie-Report sind Beitráge zusammenge-fafit, in denen von den Bedingungen die Rede ist, die Chile bei seiner Rückfahrt in die Formen einer parlamentarischen Par-teiendemokratie zu beachten hat. Was die Autoren damit beabsichtigen, ist nichts anderes als das Bemühen, bei uns Deutschen ein Verstandnis fíir die groBen Schwierigkeiten zu erwecken, vor denen Chile auf diesem Wege steht. Zugleich soll aber Chile, das aus seiner ganzen Tradition immer gern auf deutsche Anregungen zurückgreift, wenn sie nicht mit schulmeisterlichen Allűrén vorgebracht werden, an diesen Betrachtungen erkennen, daB man die Bilder der europa-ischen Demokratie nicht als vollendete Glanzstücke den Völ-kern Lateinamerikas und anderer Kontinente und Kulturen zur Nachahmung empfehlen kann.Auch die europaischen Demokratien habén schlieBlich unübersehbare Struktur- und Orientierungsprobleme. Des-halb erweisen wir Chile keinen Gefallen, wenn man schlicht-weg Modelle von Demokratietheorien anzupreisen versucht, die in Európa selbst noch keine Belastungsprobe ausgehalten habén. Die Einfíihrung zu diesem Band zeigt deshalb nicht ohne Besorgnis auf, welche Probleme die deutsche Demokratie hinter ihrer eigenen Tűr hat, sie erschweren zuweilen unser Verstandnis fíir den Weg, den Chile nach der Unterbre-chung seiner parlamentarischen Kontinuitat gehen soll.Gerhard W. Goldberg, Jurist und Entwicklungssoziologe, der 1933 sein deutsches Vaterland angesichts der vom Natio-nalsozialismus entfachten antisemitischen Politik verlassen muBte, weist nach, daB Chiles Rückkehr zu den verfassungs-rechtlich vorgeschriebenen Formen der parlamentarischen Demokratie unter den Belastungen eines international ge-steuerten Terrorismus erfolgt. Dabei vertritt er die Auffas-sung, daB Chile, wie jedes andere Land, ein Notwehrrecht des Staates zur Bekámpfung terroristischer Aktionén geltend machen kann.Es folgen dann drei Beitráge, die sich mit der Schwierigkeit auseinandersetzen, das Modell einer europaischen Demokra-