Bővebb ismertető
der Tote für den Chinesen Generationen hindurch gegenwärtig bleibt und entsprechende Verehrung genießt, so ist auch die Kunst, die von den Urahnqn geschaffen wurde, stets Gegenstand einer pietätvollen Pflege gebliebeij. Die Altertümer wurden bereits zu Beginn der europäischen Zeitrechnung ehrfurchtsvoll gehegt. Die Annalen berichten, daß in der Han-Zeit einzelne Ortschaften nach Bronze-Kultgefäßen, die man dort fand, umbenannt worden sind. Eine oft wiederholte Darstellung auf den Grabreliefs der Han-Zeit schildert das Auffischen eines Bronze-Dreifußes in Gegenwart des Kaisers. Um die Wende des ersten nachchristlichen Jahrtausends bestanden bereits große Kunstsammlungen, die in umfangreichen Publikationen der Zeit abgebildet, beschrieben und nach Typen klassifiziert worden sind. Entsprechend dem Geiste des Ahnenkultus blieb die Kunst der Vorfahren lebendige Tradition. Neu aufkommende Dynastien hgben zwar ihr Teil an neuen Formen mit sich gebracht, ?e haben aber den alten Formenvoirat nie ganz verdrängt. Die chinesische Formenwelt besteht aus einem großen Stammkapital, mit kleinen späteren Einlagen.
* *
*
Jede Form in China ist biei ihrem Entstehen in einem bestimmten Material gedacht und geschaffen worden. Z. B. wurde in ältester Zeit der Typ des liegenden Tieres im Material des harten Jade erfunden. Material und Formgebung sind so untrennbar, daß solche Tiere bis in die Gegenwart hinein immer wieder in Jade ähnlich gebildet worden sind und trotz deni Wandel der Zeit ihr altertümliches Aussehen gewahrt haben. Dieser Halbedelstein, der aus der Fremde bezogen werden mußte, ließ sich nur in kleineren Stücken verarbeiten. Vor allem war Jade dermaßen hart und schwer zu bearbeiten, daß sich für die figürliche Kleinplastik eine massige und geschlossene Form wie von selbst ergab. Die Tiere kauern mit eingezogenen Beinen (Abb. 5) und mit rückwärts gewandtem Kopf (Abb. 36 a, 38 a. 38 b).
Auch beim Elfenbein legte die Form des unbearbeiteten, gebogenen Zahnes für die Figuren, die daraus geschnitten wurden, eine bestimmte, leicht ausgebogene Haltung nahe. Vielleicht ist ein Widerklang davon noch in den sogenannten „langen Eleizen" der Porzellan-Malerei wiederzufinden.