Bővebb ismertető
Grundsátzliches zu den Operationen im Gesicht und im Kieferbereich Von K. SCHUCHARDT Die im folgenden dargestellten Eingriffe können in zwei Gruppén eingeteilt werden: Zu der einen gehören operatíve MaBnahmen bei frischen Verletzungen und Tumorén, die andere umfaBt konstruktive bzw. rekonstruktive Operationen bei MiBbildungen, erworbenen Formfehlern, Funktionsstörungen und zum Ersatz verlorengegangener Teile. Bei allén chirurgischen MaBnahmen zur Behandlung von Erkrankungen im Gesichtsbereich sind Hautschnitte stets so zu führen, daB Schádigungen des Nervus facialis und entstellende Narben möglichst vermieden werden. Das gilt für alle Arten von Eingriffen, wie z.B. für die Freilegung tiefliegender Gewebsschichten bei der Entfernung von Tumorén und Operationen am Kiefergelenk. Die klassische Schnittführung in der Haut bei Oberkieferresektionen nach Dieffenbach-Weber sowie die Schnittführungen bei Kiefergelenksoperationen nach Kocher, Payr, Nieden, Dufourmentel, Bockenheimer u.a. sind auf Schonung des Nervus facialis und zum Teil auch auf Vermeidung störender Narben in der Haut abgestellt. Lexer fordert, daB die Richtung aller Einschnitte in der Wange nach dem Ohrláppchen hin zielen soll und warnt vor horizontalen Schnitten vor der Ohrmuschel und über dem Jochbein, weil dadurch die oberen und mittleren Fazialisáste getroffen werden könnten, deren Durchtrennung die Láhmung der Stirnmuskeln oder einen paralytischen Lagophthalmus zur Folge habén. Auch bei plastischen Operationen im Gesicht sollen die Schnitte nach Möglichkeit so geführt werden, daB Nervenschádigungen und auffállige Narben vermieden werden. Für die Wiederherstellungschirurgie ergeben sich neben diesen für alle gesichtschirurgischen Eingriffe geltenden noch besondere Forderungen: Der Chirurg, der plastische Operationen im Gesicht und im Kieferbereich mit gutem Erfolg durchführen will, muB nicht nur die bei der gestielten oder der freien Gewebetransplantation zu beachtenden biologischen GesetzmáBigkeiten kennen, sondern auch ein ausgeprágtes Gefühl für Form und MaB des menschlichen Gesichts besitzen. Mit sorgfáltigster Operationstechnik muB er Schádigungen des Gewebes durch Zerren und Quetschen und damit Nekrosen oder traumatische Entzündungen vermeiden, welche die Invasion von Bakterien begünstigen. Bei der Deckung von Gesichtsdefekten hangt der funktionelle und ásthetische Erfolg zunáchst nicht selten von der richtigen Auswahl und Bildung gestielter Weichteillappen ab. Die Frage, ob man sich für Nahlappen oder Fernlappen entscheidet, steht oft am Anfang der Planung von plastischen Operationen, welche die Deckung von Gewebsdefekten oder den Aufbau verlorengegangener Teile zum Ziele habén. Die Nahlappenplastik bietet in ásthetischer und funktioneller Hinsicht groBe Vorteile. Farbe, Dicke, Dehnbarkeit und Behaarung der Gesichtshaut sind so spezifisch, daB in ihr gelegene Defekte im Hinblick auf die kosmetische Wirkung am besten mit Gewebe aus der Umgebung des Defekts gedeckt werden. Die Vorteile der Nahlappenplastik in funktioneller Beziehung wirken sich beson-