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Kapitel 33 Operationen an der Leber und im Subphrenium Von A. GÜTGEMANN und K. H. SCHRIEFERS Mit 43 Abbildungen I. Operationen an der Leber Jeder gröBere chirurgische EingrifF an der Leber begegnet zwei wesentlichen Problemen: der ZerreiBlichkeit der von zahllosen BlutgefáBen und Gallenkanálen durchsetzten Parenchymmasse und dem schwierigen Zugang zu wesentlichen Teilen des Organs durch deren versteckte Lage im abdominothorakalen Grenzbereich. Neuere Kenntnisse der inneren GefáBarchitektur, der Histomorphologie, der normalen und pathologischen Physiologie der Leber kommen der Leberchirurgie zugute. Ihre Kenntnis gehört ebenso zu den Voraussetzungen einer erfolgreichen Leberchirurgie wie die Beherrschung spezieller operativer Techniken und der Einsatz besonderer diagnostischer Methoden, insbesondere in Form der selektiven Leberarteriographie, der Portographie und Hepatoszintigraphie. Háufigste Indikation zu einem operatíven Eingriff an der Leber ist die Leberverletzung, deren Frequenz und Schweregrad im Zugé der fortschreitenden Motorisierung standig zunehmen. In zweiter Linie leiten sich die Operationsindikationen von den entzündlichen, parasitáren und neoplastischen herdförmigen Lebererkrankungen ab. Die Grenze der Operabilitát ist im allgemeinen dann erreicht, wenn der primár herdförmige ProzeB die Grenzscheide zwischen rechtem und linkem portalen und arteriellen Versorgungsbereich überschreitet. Der diffuse Befall beider Leberlappen durch einen malignen Tumor kann in Ausnahmefállen AnlaB zur Totalextirpation geben, wenn die Möglichkeit des Organersatzes durch ein lebendfrisches, autologes Transplantat besteht (Gütgemann und Mitarbeiter).