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1. AktFrüher Morgen auf dem Roten Platz in MoskauEine Patrouille von Strelitzen unterhält sich lachend über die Arbeit der vergangenen Nacht: Einem Staatssekretär haben sie die Brust aufgeschlitzt und einen Ausländer in seine Einzelteile zerlegt Auch der Schreiber, der kommt, um seinen Dienst zu beginnen, wird mit hämischen Worten bedacht. Ein Unbekannter - der verkleidete Bojar Schaklowity - nähert sich und befiehlt dem Schreiber mit Drohungen und den Verlockungen einer Geldbörse, einen Brief zu schreiben. Es ist eine Denunziation, die die Zaren anonym über einen Umsturz informieren soll, den angeblich der Anführer der Strelitzen, der mächtige Fürst Iwan Chowanski, und sein Sohn Andrei planen.Von weitem ertönen die Rufe der Strelitzen. Iwan Chowanski tritt mit grossem Pomp auf und hält eine Rede an das Volk, von dem er sich begeistert feiern lässt.Kaum ist die Menge weitergezogen, hört man Hilfeschreie. Es ist Emma, ein luthe-ranisches Mädchen aus der Deutschen Vorstadt, das vor Iwans Sohn - Andrei Chowanski - flieht. In seiner rasenden Gier nach Emma hat er ihren Bräutigam verbannt, ihren Vater getötet, selbst ihre Mutter nicht verschont. Unerwartet tritt die Altgläubige Marfa dazwischen. Sie macht Andrei Vorwürfe, erinnert ihn an seine Liebe zu ihr und dass er sie trotz seiner Schwüre verlassen hat. Andrei zieht ein Messer und stürzt sich wutentbrannt auf Marfa, die ihn aber, ebenfalls ein Messer hervorziehend, abwehrt. Dies sei nicht der Moment zum Sterben, sie sehe vielmehr in einer Vision verstorbene Seelen zu einem hell leuchtenden Kloster eilen Der Triumphzug der Strelitzen und des Volkes um Iwan Chowanski kehrt zum Roten Platz zurück. Iwan bemerkt die schöne Emma und befiehlt seinen Strelitzen-wachen, ihm das Mädchen zuzuführen. Zwischen Iwan und seinem Sohn entbrennt ein Streit, der darin kulminiert, dass Andrei Emma töten will, damit sie dem Vater nicht in die Hände fällt.Ein Ruf bringt alle zur Besinnung. Es ist Dossifei, der Führer der Altgläubigen, der mit einer Gruppe seiner Getreuen Einhalt gebietet. Marfa soll Emma sicher nach Hause bringen, und die Chowanskis ermahnt Dossifei streng zur Einigkeit und zum Kampf für den Rechten Glauben. Die Strelitzen ziehen ab, Dossifei und die Altgläubigen bleiben voll banger Ahnung zurück.