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über
Christian Morgenstern
Im Mittelpunkt ernsthafter literaturwissenschaftlicher Forschung steht er erst seit kurzem. Derm man ordnete ihn von Anfang an bei den Humoristen ein. Dafür entschädigt, daß viele seiner Verse allgemein geläufig sind, oft jedoch ohne daß man den Namen des Urhebers nennen kann.
Klabund, selbst literarischer Außenseiter, würdigt seinen Dichterkollegen:
»Christian Morgenstern schuf in seinen Palmströmgedichten eine grotesk-philosophische Lyrik eigenster Prägung, die besonders dem menschlichen und vermenschlichten Tier zu Leib und Seele rückt Da erscheint ein Steinochs, der sich von menschlicher Gehirne Heu nährt Wir sind hoch und heiter beglückt, daß es ihn noch gibt. Palmström, der unbürgerliche Bürger, schwankt, von leichten Gedanken beschwert, wie ein Zweig im Winde; er ist immer ein wenig zart und zärtlich. Seine Muhme Palma Kunkel wackelt neben ihm her und sein Spiel- und Spießgeselle v. Korf macht lange Schritte und freut sich, weil er eine neue Art von Witzen erfunden hat Die Dadaisten, Apologetiker des abstrakten Humbugs, sind Morgensterns Nachfahren.« (Klabund: Literaturgeschichte)