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VORWORT ZUR FÜNFTEN AUFLAGE (1954)
Michael Bauer, der nahe Freund Christian Morgensterns in dessen letzten Lebensjahren, hat diesem Buch seine eigene letzte Lebenszeit gewidmet, doch war es ihm nicht mehr vergönnt, es noch selbst zu beenden. Vor seinem Tode übergab er mir seine noch fragmentarischen Aufzeichnungen mit dem Wunsch, daß ich sie vollenden möge. Dieser Aufgabe habe ich mich zusammen mit Rudolf Meyer unterzogen, dessen umfangreicher Mitarbeit die Gestaltung des Inhalts — besonders der ersten Hälfte des Buches - Wesentliches verdankt.
Dies im Jahre 1933 erstmals erschienene Werk war von Michael Bauer ursprünglich noch umfassender geplant worden. Vor allem war es ihm darum zu tun, die Gestalt Christian Morgensterns in ihrer »Einzigartigkeit und Einmaligkeit« möglichst deutlich aus dem Zeithintergrund hervortreten zu lassen. Auch sollte sich der Leser im Verlauf der Biographie vor die Urprobleme des Lebens gestellt sehen.
Zugrunde gelegt wurde der Arbeit außer den gedruckten Werken der gesamte unveröffentlichte Nachlaß von Christian Morgenstern, seine eigenen Briefe, wie auch von anderen an ihn gerichtete.
Dies Buch enthält vieles hier zum erstenmal Veröffentlichte aus den verschiedensten Schaffenszeiten Morgensterns, von den Jugendjahren an bis zu seinen letzten Lebenstagen.
Innerhalb der Darstellung wurde angestrebt, dem Leser bei allen wichtigen Abschnitten durch Christian Morgensterns eigenes Wort einen möglichst unmittelbaren, vom persönlichen Werturteil des Biographen unabhängigen Eindruck zu vermitteln. Daher findet sich, besonders in den