Bővebb ismertető
Ich möchte denen, die dieses Buch lesen, erklären,weshalb ich nach der Biographie einer großen Frau,der ägyptischen Königin Kleopatra, noch einmal ver-suche, den Charakter und das Wirken einer bedeuten-den Frau darzustellen.Die Königin Christine von Schweden traf ein beson-ders merkwürdiges Los. Die Überlieferung hat somanche Gestalt der Vergangenheit in ein falschesLicht gerückt. Doch die Verkennung, die sie von ihrenZeitgenossen wie von der Nachwelt hinnehmen mußte,*steht ohne Beispiel da. Das geschah nicht zufällig.Jene Verbindung von Genialität und Frauentum er-schwerte den Einblick in ihr Wesen. Das Einmaligeihres Charakters hatte zur Folge, daß man sie leichtmißverstehen und nur schwer wirklich verstehenkonnte. Sie trug das Ihre dazu bei, verkannt zuwerden. Wie oft und mit welchem Geschick bemühtesie sich, ihre Handlungen oder wenigstens derenMotive vor den forschenden, frech neugierigen Augender Menschen zu verbergen. Ein äußerer Umstandvollendete die Mißdeutung ihres Charakters. Währendder größeren Hälfte ihrer Regierungszeit wurdeFrankreich an ihrem Hof durch den Gesandten Charnit,einen glänzenden und geistvollen Diplomaten, ver-treten. Ihm folgte in den letzten Jahren ihrer Herr-schaft der Resident Picques. Die Berichte, die beideMänner an den französischen Hof sandten, wurdennoch, als Christine lebte, im Auszug veröffentlicht.Man gewann den Eindruck, als stammten sie alle ausder Feder Chanuts. Sie enthalten viele Mitteilungen,die die Königin schwer belasten. Die Welt schenkteihnen, da sie Chanuts Namen trugen, vollen Glauben.Erst vor etwa fünfzig Jahren machte ein schwedischer