Bővebb ismertető
l^orwortFür den deutsdien Teilnehmer an der Weltkirchenkonferenz in Evanston drängte sich immer wieder der Vergleich mit dem Kirchentag in Leipzig auf, der wenige "Wochen vorher stattgefunden hatte. Es war nicht nur die Themastellung, die diesen Vergleich herausforderte. Das Leitwort des Leipziger Kirchentages war: Seid fröhhch in Hoffnung", das Thema in Evanston lautete: Christus, die Hoffnung der Welt". Wir deutschen Teiliiehmer sahen vielmehr in dem Ergebnis des Leipziger Kirchentages eine Art Legitimation für unsere Arbeit in Evanston, und von den Wänden der Konferenzräume grüßten uns die Plakate des Leipziger Kirchentages, die Sängerknaben, die freudig in das Lied einstimmten: Seid fröhhch in Hoffnung". Die großen Unterschiede zwischen Leipzig und Evanston liegen auf der Hand. In Leipzig handelte es sich um ein freies Zusammentreffen von evangelischen Christen aus ganz Deutschland, zu denen mancherlei Gäste aus benachbarten Kirchen hinzukamen. In Evanston tagte die Konferenz der offiziellen Vertreter aus 132 Kirchen, die Delegierte gesandt hatten. Insgesamt sind heute in der Ökumene 163 Kirchen zusammengeschlossen. Jeder aufmerksame Besucher, der nicht nur das äußere Geschehen beobachtete, fühlte es aber klar heraus, daß in Leipzig wie in Evanston derselbe Geist am Werke war, der aus einer Masse von Namen (Apg.i,iy) eine betende, hörende und miteinander tragende Gemeinde (Apg. 2) macht. In einer unruhigen und zerrissenen Welt wurde hier wie dort nicht nur dieBitte laut, daß Christus, der die Hoffnung der Welt ist, Frieden und Freude, Verständigung und Eintracht schenken möge, sondern es war auch überall das ernste Bemühen offenkundig, sich zu verstehen und zu verständigen. Wenn vor sechs Jahren auf der ersten Weltkirchenkonferenz in Amsterdam noch schüchtern und zaghaft gesagt wurde: Wir haben beschlossen, beieinander zu bleiben", so war es in Evanston von der ersten Stunde an klar: Wir gehören zusammen über alle Grenzen und Verschiedenheiten hinweg." Die Bitte unseres Herrn: Auf daß sie alle eins seien", war uns gleicherweise Indikativ und Imperativ. Gewiß, die großen Unterschiede traten schon bei der Anmeldung und auch beim Eröffnungsgottesdienst immer wieder deutlich in Erscheinung. Aber dennoch wußten die Teilnehmer, die aus allen Ländern der Welt zusammengekommen waren, daß eine Hoffnung sie band und verpflichtete. Was es an äußeren Schwierigkeiten zu überwinden gab, wird schon klar, wenn man die Teilnehmerliste der Gesamtkonferenz sich vor Augen hält:Geistliche undDelegierte BeraterAkkred. Besucher JugendvertreterAbgeordnete befreundeter Kirchen BeobachterZusammen:TheologenFrauenLaienZusammen3834475J02931537145328III604993631299623353124I258872042071298