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as »Wesen der Geschichte ist die Wandlung« - so wird der schweizerische Kunst- und Kulturhistoriker Jacob Burckhardt zitiert. Tatsächlich ist die wichtigste und vielleicht einzige Konstante in der Entwicklung von Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft die Veränderung - das 20. Jahrhundert legt, wie kein anderes Jahrhundert vor ihm, davon Zeugnis ab.
Vieles, was uns heutzutage selbstverständlich erscheint, war noch zu Beginn des Jahrhunderts reine Utopie - oder nicht mal das, wie die heutzutage allgegenwärtige Computer- und Biotechnologie zeigt. Auch die traditionellen Bereiche der Technik haben sich so rasant entwickelt, dass ihre Pioniere vor Ehrfurcht erstarren würden: Den ersten Flugversuchen der Brüder Wright folgte der Sprung zum Mond und mittlerweile sogar bis auf den Mars - ein Ende ist nicht absehbar.
Politik und Gesellschaft haben sich ebenfalls fundamental gewandelt: Zwei Weltkriege und zahllose regionale Konflikte haben dem Jahrhundert ihren furchtbaren Stempel aufgedrückt und mahnen die Politiker zu verantwortungsvollem Handeln. Indes: Das Eis ist dünn, das den Frieden trägt. Immer wieder aufflammende Konfliktherde in allen Teilen der Welt - von Afghanistan über Ruanda bis zum Balkan - erinnern an die Zerbrechlichkeit friedlicher Ordnungen. Mit Bestürzung wurden wir Zeuge, wie am Ende des 20. Jahrhunderts im Kosovo der Krieg als Mittel der Politik auf die Bühne des Weltgeschehens zurückgekehrt ist.
Der Mensch ist der Initiator des Wandels und oftmals auch sein Opfer: Das Auseinanderbrechen gesellschaftlicher Strukturen, der Wandel der Familie, die Veränderungen in der Arbeitswelt stellen hohe Anforderungen an jeden Einzelnen.
Was das 20. Jahrhundert war, wer es in tragischem Scheitern und grandiosen Triumphen geprägt hat, will die vorliegende Chronik darstellen - kompakt, spannend, umfassend. Denn: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann gut gerüstet in die Zukunft aufbrechen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Chronik Verlag