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1. KAPITELVom Fenster seines Büros im achtzehnten Stockwerk sah Bernard Robilliard auf die belebten Straßen Vancouvers hinab. Er hatte die Hemdsärmel aufgerollt, die Hände steckten lässig in den Taschen der eleganten Hose. Nichts an seiner entspannten Haltung und dem gleichmütigen Gesicht verriet seinen inneren Aufruhr.Daß du mit geschäftlichen Dingen Scherze treibst, ist mir neu, Leo."Das tue ich auch nicht", erwiderte der Mann, der bequem in einem schwarzen Ledersessel vor dem Schreibtisch saß.Bernard wandte sich zu seinem Onkel um. Im Nachmittagslicht schimmerte das blonde Haar wie Metall. Ich glaube schon. Und ich finde diesen Witz nicht komisch." Bernard angelte ein Päckchen Zigaretten aus der Brusttasche. Lassen wir den Unsinn, Leo. Ich brauche dringend fünfhunderttausend Dollar, und du könntest sie mir leihen." Er zündete sich eine Zigarette an. Es geht nur darum, ob du es tun wirst oder nicht."Warum versuchst du es nicht bei deinem Großvater?'.'Ihn lassen wir bitte aus dem Spiel." Bernard sog den Rauch tief in die Lungen. Also?"Leo Bennet schlug lässig die Beine übereinander. Wie du richtig bemerkt hast, könnte ich dir das Geld leihen. Mit Scherzen über geschäftliche Angelegenheiten bin ich bestimmt nicht in diese beneidenswerte Lage gekommen. Mein Angebot steht. Du kannst es annehmen oder nicht."Zum erstenmal seit Leos Ankunft hatte Bernards gleichmütige Fassade einen Riß bekommen. Leo, bist du verrückt geworden? Ich soll ein Mädchen heiraten, das ich gar nicht kenne, damit du mir das Darlehen gibst?" Erst jetzt bemerkte er, daß seine Sekretärin hereingekommen war. Wahrscheinlich hatte sie seine Worte gehört. Was ist denn, Penny?" fragte er ungeduldig.