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Der Auftrag
Nur jemand, der auch Schriftsteller ist, jemand, der sein ganzes Herz in die Arbeit an einem guten Buch gelegt hat, von dem dann dreitausend Exemplare verkauft wurden, kann verstehen, wie elektrisiert ich war, als Dean Rivers, der Dekan unseres kleinen Colleges in Georgia, eines schönen Aprilmorgens im Jahre 1973 an der Tür meines Klassenzimmers auftauchte.
„Sie werden aus New York verlangt", erklärte er einigermaßen aufgeregt. „Wenn ich den Namen richtig verstanden habe, ist es ein Redakteur von ,US'."
„Der Zeitschrift?"
„Ich kann mich auch irren. Ich habe ihn am Telefon in meinem Büro."
Während wir durch den Korridor eilten, sagte er, zweifellos gut gemeint: „Das könnte etwas sehr Interessantes sein, Lewis."
„Wahrscheinlich wollen sie nur ein paar Fakten der amerikanischen Geschichte verifizieren."
„Sie meinen, die würden deswegen von New York aus anrufen?"
„Die legen größten Wert auf Genauigkeit und Präzision." Es bereitete mir großes Vergnügen, als Experte in Sachen Verlagsarbeit dazustehen. SchHeßlich hatten mich einmal die Redakteure von „Time" angerufen: Sie hatten ein paar Auskünfte über die frühe Besiedlung von Virginia gebraucht.
Jegliche Überheblichkeit war jedoch wie weggeblasen, als ich nach dem Telefonhörer griff. Meine Hände begannen zu schwitzen. Die letzten Jahre waren so unfruchtbar gewesen, daß ein Anruf von Redakteuren aus New York meinen Puls in die Höhe jagte.
„Ist dort Dr. Lewis Vernor?" erkundigte sich eine nüchterne Stimme.
„Ja."
„Autor von .Virginia Genesis'?" „Ja."
„Wollte nur sichergehen und keinen von uns in Verlegenheit bringen." Die Intonation der Stimme sank etwas ab, als sei damit dieser
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