Bővebb ismertető
New but Aware of the Past
European Architects ir) the mid iggos
Neues, im Bewußtsein der Vergangenheit
Europäische Architekten Mitte der goer Jahre
Nouveau, mais conscient du passé
Architectes européens du milieu des années 90
With a few years' hindsight, it is possiijle to identify the late igSos as a period of exuberant experimentation in contemporary architecture. From the last gasp ofthe "Post-Modern" pastiche to the skewed volumes ofdeconstruction, things quite literally went off in every possible direction. Collapsing real estate markets from California to Japan, a growing sense of social dysfunction particularly in Europe, and a natural swing ofthe pendulum from euphoria to doubt, all played their role in the changing taste of the 1990s. Today's challenge is not so much to provide an astonishing form as it is to renovate existing structures or to build a new generation of modern buildings distinguished by their almost austere functionalism. For some observers this style may closely resemble the modernism or the brutalism of the 1950s. Indeed a quick look at the design and fashion of the present might well confirm the existence of a '50s revival. Yet the mood ofthe 1990s is very different from the technological optimism of the post-War years.
As every rule must have its exceptions, so the minimalist architecture of the present is contradicted by opposing trends. Fractured shapes are still very present, especially when they are justified by an underlying logic. Perhaps this is a key to the real inclination of the present. The forms of architecture are now, more than in the recent past, determined by stronger forces, be they economic or technical. It is the economy which dictates that old buildings now be reused more than before. In the somewhat less than immortal words ofthe candidate Bill Clinton, "It's the economy, stupid." Simplicity in design is in fact very much in harmony with the time of industrial "downsizing." Energy self-sufficiency, also related to cost consciousness, is another force behind new architectural design, but the natural laws governing "green" architecture sometimes lead to more complex forms. Finally, more sophisticated materials and construction techniques do make possible spectacular designs such as the new Erasmus Bridge in Rotterdam (Ben van Berkel, 1990-96), but here too, it is the laws of nature that permit the architect to provide an economically feasible solution to a complex technical problem. Modesty and even austerity have become governing principles in
Aus einem Abstand von mehreren Jahren erscheinen die späten 80er Jahre im Rahmen der zeitgenössischen Architekturals eine Zeit überschwenglicher Experimentierfreude. Nach dem postmodernen Pasticcio und den schiefwinkligen Baukörpern der Dekonstruktion entwickelten sich die Dinge im wahrsten Sinne des Wortes in alle möglichen Richtungen. Der Zusammenbruch der Immoblienmärkte von Kalifornien bis Japan, ein vor allem in Europa ständig wachsendes Gefühl sozialer Funktionsstörungen und der natürliche Schwung des Pendels von der Euphorie zum Zweifel - dies alles war für den Ceschmackswandel in den 90er Jahren mitverantwortlich. Heute besteht die Herausforderung nicht mehr in der Schaffung möglichst verblüffender Formen, sondern in der Umgestaltung von Altbauten oder im Bau einer neuen Generation moderner Gebäude, die sich vor allem durch einen nahezu asketischen Funktionalismus auszeichnen - ein Stil, der an die klassische Moderne oder den New Brutalism der 50er Jahre erinnert. Nach einem Blick auf das Design und die Mode der heutigen Zeit erscheint es tatsächlich so, als ob die 50er Jahre wieder auferstehen. Aber im Gegensatz dazu unterscheidet sich die Stimmung der 90er Jahre sehr deutlich vom technologischen Optimismus der Nachkriegszeit.
Aber da jede Regel ihre Ausnahme benötigt, steht die minima-listische Architektur der Gegenwart im Widerspruch zu gegenläufigen Trends. Gebrochene Formen spielen auch heute noch eine bedeutende Rolle, vor allem, wenn sie durch eine tiefere Logik gerechtfertigt werden. Vielleicht ist dies der Schlüssel zum wahren Trend der Gegenwart. Die Formen der Architektur werden heute, stärker noch als vor wenigen Jahren, von mächtigeren Kräften bestimmt - egal, ob wirtschaftlicher oder technischer Natur. Es ist die Wirtschaft, die vorschreibt, daß heute wesentlich mehr ältere Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden als bisher - oder, um es mit den nahezu unsterblichen Worten des Kandidaten Bill Clinton zu sagen: »It's the economy, stupid.« Und tatsächlich pafSt die heutige Schlichtheit im Design perfekt zu einer Zeit der industriellen »Schrumpfung«. Der Wunsch nach autarker Energieversorgung, kombiniert mit Kostenbewufätsein, kann als weitere Kraft hinter der neuen