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Einleitung Man darf kráftig interpretieren, d. h. pareiisdi vorgehen1, so lautet ein Zitát Bertolt Bredits. Brecht begriindet seine Position damit, dafi auch Shakespeare Partei gegen das Volk ergriffen habe. Historisch gesehen entspricht dies nicht der Realitát. Shakespeare übt zwar Kritik am Pöbel2, er hatte aber Interesse am Wandel eines talentierten Fürsten aus seinem Bekanntenkreis zum Tyrannen und madite sich Sorgen wie der Staat fortbestehen solle, wenn der Adel und die Regierung die Not der Armen ignorieren. 1607/8, als The Tragedy of Coriolanus geschrieben wurde, kam es in Warwickshire zu Aufstandén über Nahrungspreise8. Dennoch ist die Plebejer-feindliche Einstellung Shakespeares auf Grund der Ergebnisse der neueren Literaturforschung nur als eine Unterstellung und als ein von Brecht Herausgelesenes zu bewerten4.