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Correggio Antonio Allegri, meist nach seiner Geburtsstadt Correggio genannt, wurde um das Jahr 1489 als Sohn des Pellegnno de Allegris und der Bernardina Ormani geboren. Wenn man allerdings dem Bericht Vasaris, Correggio sei im Alter von 40 Jahren 1534 gestorben, Glauben schenkt, muß man das Jahr 1494 als Geburtsdatum des Malers annehmen. Die genauere Überprüfung des Arbeitsvertrages für die Madonna mit dem hl. Franziskus aus dem Jahre 1514, als Correggio doch wohl 25 Jahre alt war, läßt hingegen die Kunsthistoriker das Geburtsdatum mit...
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Correggio Antonio Allegri, meist nach seiner Geburtsstadt Correggio genannt, wurde um das Jahr 1489 als Sohn des Pellegnno de Allegris und der Bernardina Ormani geboren. Wenn man allerdings dem Bericht Vasaris, Correggio sei im Alter von 40 Jahren 1534 gestorben, Glauben schenkt, muß man das Jahr 1494 als Geburtsdatum des Malers annehmen. Die genauere Überprüfung des Arbeitsvertrages für die Madonna mit dem hl. Franziskus aus dem Jahre 1514, als Correggio doch wohl 25 Jahre alt war, läßt hingegen die Kunsthistoriker das Geburtsdatum mit einiger Wahrscheinlichkeit früher ansetzen. Der junge Correggio erhielt nach der Überlieferung den ersten Kunstunterricht bei seinem Onkel Lorenzo Allegri. Wenig später trat er dann in die Werkstatt des Francesco Bianchi Ferrari zu Modena ein. Von weit größerer historischer Bedeutung scheinen jedoch die wiederholten Hinweise der Quellenschriften auf die frühzeitigen Verbindungen mit Mantua, wo Mantegna bis 1506 tätig war. Es ist das gleiche Jahr, in dem Lorenzo Costa als Hofmaler der Gonzaga Mantegnas Erbe antrat. Man muß demnach bis zum Jahr 1514 und dem bereits erwähnten Vertrag mit den Franziskanern von Correggio gehen, um einem ersten Nachweis der künstlerischen Tätigkeit Allegris zu begegnen. Der Lebensweg des Malers erscheint uns besonders arm an äußeren Ereignissen. Die Urkunden, die sein Leben begleiten, bestehen in überwiegender Zahl aus Arbeitsverträgen und Zahlungsannahmen. Darüber hinaus geben andere Dokumente, die den Meister als Zeugen bei notariellen Verträgen sowie als Käufer von Grundstücken in seiner Vaterstadt nachweisen, Veranlassung, den Bericht Vasaris richtigzustellen. Vasari weiß sich nämlich nicht genügend auszulassen über den verschlossenen und nach innen gekehrten Charakter des Künstlers, wie auch über die bittere Armut, die sein Leben überschattet habe. In Wirklichkeit scheint das wechselvolle Leben des Malers aber ruhig verlaufen zu sein, durchaus nicht ohne Wohlstand und auch nicht ohne den Trost, den die vertraute Freundschaft mit geistig Gebildeten mit sich bringt. Unter ihnen spielte Veronica Gambara, der Correggio sein feines Gespür für den Humanismus verdankt, die Hauptrolle. 1517 hatte Allegri eine Madonna für die Kirche des hl. Prosperus zu Albinea in Arbeit. Dieses Datum ist zur Kenntnis des Jugendwerkes des Künstlers besonders wichtig, wenn uns die Arbeit selbst auch nur noch durch eine Kopie bekannt ist. Als entscheidendes Ereignis, vermutlich kurze Z,eit später, bleibt noch die Reise nach Rom zu er1 wähnen. Die Kunstgeschichtsschreibung verlegt diese Reise in das Jahr 1518, unmittelbar vor der Ausmalung der Camera di San Paolo, die tatsächlich eine grundlegende Wandlung seines Stils bedeutet. Im Jahre 1519 heiratete der Maler Girolama Merlini. Zwei Jahre darauf wurde sein Sohn Pomponio, der später ein sehr mittelmäßiger Maler werden sollte, geboren. Zwischen 1520 und 1523 war der Meister mit der Freskenausstattung der Kirche San Giovanni Evangelista in Parma beschäftigt. 1522 wurden zwei außerordentlich bedeutende Verträge abgeschlossen: Der erste bezieht sich auf das Altarbild der Pratoneri-Kapelle in San Prospero zu Reggio (bekannt unter der Bezeichnung Die Nacht"), der andere auf die Ausmalung von Kuppel und Apsis des Domes zu Parma. Den urkundlichen Quellen nach fiel die Ausmalung der Kuppel in die Jahre zwischen 1526 und 1530, die Ausstattung der Apsis wurde hingegen erst nach demTod des Meisters von Mazzola-Bedoli ausgeführt. Bereits 1523 war Correggio mit seiner Familie nach Parma übergesiedelt und hatte eine Wohnung in der Nähe von San Giovanni bezogen. Hierin liegt aber keineswegs der Grund für die zeitweilige Unterbrechung der Beziehungen zu seiner Geburtsstadt. Die Anwesenheit des Künstlers in Correggio läßt sich jedenfalls verschiedentlich nachweisen. Sehr viel später, d. h. 1530 und 1533, erwarb er dort einige Landgüter. Von besonderem Interesse dürfte die Nachricht sein, daß Allegri zu den Sachverständigen gehörte, die die Baufestigkeit der Chiesa della Steccata zu untersuchen hatten. Gleichzeitig hatte er verschiedene Entwürfe für den Hauptaltar zu begutachten. Zusammen mit einigen anderen Correggio zugeschriebenen Architekturzeichnungen lassen diese Arbeiten vermuten, daß der Künstler sich häufiger mit Problemen der Baukonstruktion befaßte. Kurz aufeinander folgen jetzt die Aufträge für verschiedene Altarbilder (1523 die Madonna di San Gerolamo; 1524 die Madonna della scodella, Arbeiten, die Jahre später völlig anders ausgeführt wurden) und in den letzten Lebensjahren auch Gemälde profanen Inhaltes. Erwähnt sei hier nur die berühmte Reihe der für den Herzog von Mantua geschaffenen Liebesabenteuer Jupiters. Der Meister starb am 5. März 1534 in seiner Geburtsstadt Correggio; dort wurde er auch in der Franziskanerkirche begraben. Wenn man Correggio noch im 19. Jahrhundert als einen der größten Maler aller Zeiten gefeiert hat, so wird er heute vor allem in seiner entwicklungsgeschichtlichen Bedeutung als Wegbereiter des Barocks gewürdigt.

Termékadatok

Cím: Correggio [antikvár]
Szerző: Silla Zamboni
Kiadó: Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 260 mm x 350 mm
Silla Zamboni művei
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