Bővebb ismertető
IVein Land besitzt wie Italien eine solche Füllé landschaftlicher, durch den Wechsel von Klima, Bodenform und geographischer Lage bedingter Schönheiten. Im Norden wird es begrenzt durch den Alpenwall mit seinen weissen Schneefirnen und seinen larchenbewachsenen Hochtalern, im Süden schlingt das mittellandische Meer sein smaragdgrünes Band um das buchtenreiche Gestade. Zu dem Gegensatz von Bergen und Meer tritt die unerschöpfliche Mannigfaltigkeit des zwischen den Küsten gelegenen Binnenlandes. Von den sanft gewellten, im Schmuck silbergrauer Olivenhaine prangenden Hügeirücken der Toskana schweift das Auge zu den mit Wein und Korn gesegneten Ebenen Latiums. Mit dem unwirtlichen Karst kontrastieren die sonnigen Gestade der ligurischen Felsenküste und dort, wo sich einst vor tausenden von Jahren das Meer in weiter Bucht gegen das Land hin vorschob, dehnt sich heute die fruchtbare Poebene, die Menschenfleiss im Laufe der Jahrhunderte in blühendes Ackerland verwandelt hat. An die weiten Flachen dieser Ebene grenzt im Süden und Südwesten die Emilia, die sich in langem Bogén von Rimini bis nach Piacenza hinzieht; ihr Stolz ist eine ganze Reihe von mauer- und turmbewehrten Stádten, welche ihren Bewohnern einst Schutz gewahrten und die umliegenden Gebiete beherrschten. Diese Stádte liegen án der Via Emilia, jener römischen Heeresstrasse, welche der Konsul Marcus Emilius Lepidus im Jahre 78 v. Chr. erbaut hat, um über dem Weg lángs des adriatischen Meeres die Verbindung von Rom mit der Lombardéi herzustellen. Auch heute noch hat die Emilia den Charakter eines Durchgangsgebietes, nach allén Seiten hin offen und dauernd mit den angrenzenden Gegenden in Verbindung. Die Quelle des Reichtums der Emília liegt im Handelsverkíhr, der schon im Mittelalter sehr stark entwickelt war und der es gestattete, nicht nur die Produkte des einheimischen handwerklichen Fler'sses, sondern auch die Erzeugnisse des Bodens des von den Stadten beherrschten flachen Landes nah und fem abzusetzen. Kunst und Kultur der Emilia sind aufs Engste mit dem Schicksal dieser stádtischen Gemeinwesen verflochten, sie sind von je her die Tráger der aus der Emilia hervorgegangenen Energien gewesen. Als das römische Reich unter dem Ansturm der Germanen in Trummer zertallen war, regte sich zuerst in diesen Stadtgemeinden neues Leben. Hier entwickelte sich der kommunáié Stolz und der Unabhangigkeitssinn einer sich rasch vermehrenden Bevölkerung, die es einst wagte, Kaiser Barbarossa die Stirne zu bieten und die eigene Freiheit in hartem Kampfe zu verteidigen. Hochragende Kathedralen und statuengeschmückte Baptisterien wuchsen aus dem engen Gewirr der Strassen und Háuser empor und verkündeten weithin den Opfersinn und die Unternehmungslust der Einwohner. Zur Baukunst