Bővebb ismertető
I. Einleitung
Die zahlreichen Veröffentlichungen über die Röntgenologie der Skelett-tuberkulose befassen sich in erster Linie mit differentialdiagnostischen Untersuchungen, deren Ergebnisse die Unterscheidung unspezifischer Ge-lenkprozesse von tuberkulösen Gelenkkrankheiten intra vitám, wie die Kenntnis zahlreicher, vorher unbekannter Erkrankungen vermittelt habén. Die Folgerung, entsprechend den differentialdiagnostischen Re-sultaten auch die aus den autoptischen Untersuchungen gewonnenen Er-kenntnisse über verschieaene anatomische (granulierende-produktive und kásige-exsudative) Formen der Skelettuberkulose durch eine vergleichende spezielle Auswertung des Röntgenbildes der klinischen Beurteilung des pathologisch-anatomischen Zustandes und der Entscheidung über thera-peutische Mafinahmen nutzbar zu machen, ist so naheliegend, dafí ein solcher Versuch schon in den ersten Jahren der röntgenologischen Aera zu erwarten war, wenn auch die Schwierigkeiten nicht zu verkennen sind, die sich einer derartigen Betrachtungsweise infolge ungenügender Auf-nahmetechnik anfangs entgegenstellten. Die geringe Beachtung, die die exsudative Knochentuberkulose mit ihrem Ausgang in Verkásung wáhrend langer Zeit in der pathologisch-anatomischen Literatur gefunden hat (K o n s c h e g g), wie die Tatsache, dafi bei anatomischen Untersuchungen selten rein kasige oder granulierende Formen gefunden wurden, ihr isoliertes Vorkommen sogar bestritten wurde (R a n d e r a t h), mögen dazu beigetragen habén, die Bedeutung einer speziellen anatomischen Röntgendiagnose für die Klinik und Therapie zu unterschátzen.
Nach einem spekulativen Versuch von Flesch-Thebesius hat erst im Jahre 1926 Kremer auf Grund vergleichender röntgenologi-scher und pathologisch-anatomischer Untersuchungen auf die wesentlich voneinander abweichenden röntgenologischen Erscheinungen der kasigén und granulierenden Ostitis hingewiesen. Die bisherigen Versuche, diese durch Untersuchung an Obduktionspráparaten erzielten Ergebnisse klinischen und röntgenologischen diagnostischen Methoden nutzbar zu machen, sind teils fehlgeschlagen, teils habén sie zu ungenügenden Re-sultaten geführt. So lehnt Lindemann für die Spondylitis tuber-kulosa die Möglichkeit ab, die anatomischen Formen auf Grund röntgen-ologischer Erscheinungen zu trennen, M. L a n g e weist auf die röntgenologischen Unterschiede im Anfangsstadium hin, hált es aber für un-möglich, die Forderung von Kremer-Wiese und Flesch-Thebesius zu erfüllen, „möglichst in jedem Fali die spezielle Diagnose zu stellen, welche pathologisch-anatomische Form der Tuberkulose vor-liegt, und davon auch die Behandlungsmafínahmen abhángig zu machen".
Da die einzigen systematischen Untersuchungen dieser Art von Lindemann an der Wirbelsáule durchgeführt wurden, die der