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1. Kapitel
Ein eiskalter Wind fegte durch die Straßen von Holloman. Für Connecticut war es ein weiterer harter Winter. Als Dr. Joshua Christian in die Elm Street einbog, traf ihn ein arktischer Luftstrom. Wie ein Raubtier mit eisigen Klauen und Zähnen zerrte der Wind an seinem dick vermummten Gesicht. Oh, Dr. Christian wußte genau, wo er hinwollte. Er bedauerte nur, daß er trotzdem noch auf den Weg achten mußte.
Früher, als die Elm Street noch die Schlagader des schwarzen Gettos gewesen war, hatten hier stolze, lachende Menschen ihre papageienbunten Kleider spazierengeführt, und von überall waren die Kinder mit Rollschuhen, Bällen und Skateboards zusammengeströmt. Schöne, strahlende Kinder voller Lebensfreude und fröhlicher Streiche! Die Straße war ein einziger herrlicher Spielplatz gewesen.
Vielleicht würden die Leute in Washington irgendwann einmal genügend Geld auftreiben, um Städte wie Holloman zu sanieren, aber vorläufig gab es andere Prioritäten, und niemand wußte, was man mit den zahllosen verlassenen Straßen und den zahllosen verlassenen Häusern in den Städten des Nordens anfangen sollte. Die verwitterten Bretter vor den Türen und Fenstern verfaulten, die Farbe blätterte ab, die Ziegel rutschten von den Dächern, die Terrassen sanken in sich zusammen, und in den Mauern zeigten sich Risse. Ein Glück, daß der Wind das Schweigen in tausend winzige Fetzen zerriß! Er pfiff durch die Telefondrähte, seufzte in engen Winkeln und Lücken, holte dann wieder Atem und fegte in den Hinterhöfen gefrorene Blätter und leere Büchsen zusammen, ehe er mit dumpfem Donnern auf den leeren Tank prallte, der auf dem Grundstück neben Abies seit langem geschlossener Bar lag.
Dr. Joshua Christian war in Holloman geboren und aufgewachsen. Er konnte sich nicht vorstellen, irgendwo anders zu leben. Er liebte seine Stadt, Holloman. Er liebte site so un-