Bővebb ismertető
Scihwer setzt die Feder zu diesem Buche an. Das Leben einer Heiligen darzustellen ist ein schier unmögliches Unterfangen. Wo sind die Mafistábe, um eine solche Erscheinung zu messen? Unsere Einsicht, auch wenn wir die neueste Seelenkunde zuhilfe rufen, reicht hierzu nicht aus. Denn solche Gestalten ragén in Spháren hinein, die unserer Erkenntnis, ja, die aller blofien Erkenntnis verschlossen sind. Alles Urteil erscheint vor ihnen flach, und bestándig warnt eine Stimme: Schliefie nicht ab, was so nicht abschliefibar ist! Wie aber, wenn uns der Mangel an ausreichenden Mafistáben verführte, der Leichtgláubigkeit zu verfallén? Wenn wir das Unentrátselbare in der Gestalt, in der es sich bietet, zu leichthin annáhmen? Standig führt der Weg am Rande zweier Strudel hin. Heilige sind anders", hat man gesagt. Ja, sie sind anders, als man sie gerne dem andáchtigen Volke zur Erbauung vorführt. Es ist etwas Erschreckendes an ihnen, etwas, das unsere Mafie zerbricht. Sie habén sich in ein Unternehmen gestürzt, das unerhört ist und einen Einsatz von schrecklicher Gewalt fordert. Der Ausgangspunkt dieses Unternehmens ist die unabdingliche Einsicht, dafi der Mensch, so wie wir ihn kennen, so wie er unsere Natúr und unser Selbstbegreifen ausmacht, zu verneinen und unter sich zurückzulassen sei. Dafi das, was wir unsere Natúr nennen, unsere Natúr nicht sei, dafi der Mensch überhaupt nicht eine Sache des Menschen, sondern eine Sache Gottes sei. Und dafi er darum, um wahrhaft Mensch zu werden, sich aus sich herausreifien und in Gott hineinwerfen müsse. Und diese Erkenntnis, die zur Ergriffenheit geworden ist, wird nun zur Tat gemacht. Mit bedingungsloser Eindeutigkeit, mit einem an Wahnsinn grenzenden Radikalismus. Es geht über alles hinweg, über alles hinaus. Alle Tiefen werden aufgerissen, alle Fundamente erschüttert.