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l^ihály Vörösmarty, der hervorragendste ungarische A* ' Dichter seiner Zeit und der erste von weltliterarischer Größe, schreibt 1829—30, von der Sonne seines jungen Ruhmes bestrahlt, das dramatische Märchen Csongor und Tünde. Eine farbige, duftige und tiefe Dichtung von Süße und Herbheit. Volksliedhaft einfach imd orphisch verstrickt in letzte Weisheit.
Das 1831 erschienene Werk findet trotz seiner dichterischen, sprachlichen und Gedankenschönheiten wenig Würdigung. Dies mag dem an Widerhall gewohnten Dichter seltsam erscheinen. Denn Mihály Vörösmarty (sprich: Mihalj Wöröschmarti) ist als Dreißigjähriger bereits der anerkannte Führer der ungarischen Literatur.
Vörösmartys Werke, die Ungarns Vergangenhait, Gegenwart und Zukunft umspannen, reichen in die Höhen menschlichen Gedankenflugs und in die Abgründe der Seele. Sie sind mit dem öffentlichen Sein der Nation verwoben. Und Vörösmartys Leben nimmt teil an dem kulturellen Aufbruch, an dem heroischen Ringen seines Volkes, und verdämmert in den Jahren der Trauer in tödlicher Schwermut.
Geboren am i. Dezember 1800, in dem kleinen transdanubischen Dorfe Nyék, hat dieser Sohn eines adeligen Gutsbeamten schon frühzeitig mit Sor-