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Bert F. Island - Dads Hobby des Aloysius Tottingham [antikvár]

Dads Hobby des Aloysius Tottingham [antikvár]

Bert F. Island

 
Das Hobby des Aloysius TottinghamWer andern eine Grube gräbt I.KapitelEs war zehn Uhr abends, und Kramers Bayrische Bierstube" in der achten Straße im New Yorlier Stadtteil Greenwich Village hatte sich bis auf einen Gast geleert.Der Mann war groß, breitschultrig und sah nicht so aus, als habe er regelmäßig die Sonntagsschule besucht. Auf seiner Stirn klaffte eine häßliche, grellrote Narbe, die sich von der Nasenwurzel bis zum Stimansatz hinzog.Was soll ich dem Boß sagen, Geoffrey?" fragte er jetzt und schob sich den Hut ins...
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Das Hobby des Aloysius TottinghamWer andern eine Grube gräbt I.KapitelEs war zehn Uhr abends, und Kramers Bayrische Bierstube" in der achten Straße im New Yorlier Stadtteil Greenwich Village hatte sich bis auf einen Gast geleert.Der Mann war groß, breitschultrig und sah nicht so aus, als habe er regelmäßig die Sonntagsschule besucht. Auf seiner Stirn klaffte eine häßliche, grellrote Narbe, die sich von der Nasenwurzel bis zum Stimansatz hinzog.Was soll ich dem Boß sagen, Geoffrey?" fragte er jetzt und schob sich den Hut ins Genick.Geoffrey Kramer, ein untersetzter, bulliger Mann Anfang der Fünfzig, trocknete sich die Hände an der Schürze ab.Sag deinem Boß, daß ich auf diesem Ohr schwerhörig bin", knurrte Kramer. Sag ihm, daß er das Stück mit änderet Besetzung spielen und mich in Ruhe lassen soll, sonst kriegt er Unannehmlichkeiten."Der Narbige grinste.Ist das dein letztes Wort, Goify?"Mein vorletztes."Und wie heißt dein letztes, Goffy?"Raus!" Kramer saugte es ruhig, ganz nebensächlich. Aber in seiner Stimme schwang ein Unterton mit, der den Burschen mit der Narbe veranlaßte, vom Hocker zu rutschen und in Richtung Tür loszumarschieren. Als er die Klinke, in der Hand hielt, drehte er sich noch einmal um.Okay, Goffy", sagte er. Du mußt ja wissen, was du tiist."Kramer nickte. Als der Bursche die Tür von draußen zugemacht hatte, umrundete er die Theke und schloß sie hinter ihm ab.Die Kellnerin, ein vollbusiges, breithüftiges Mädchen von etwa Zwanzig schob sich, durch die Küchentiir und nahm den nächsten Stapel Teller in Angriff.Was wollte der Miesling, Boß?" fragte sie.Kramer gab ihr keine Antwort. Er band sich die Schürze 'äb, streifte das Jackett über und atomisierte den Zigarettenstiön-inel in einem Asdienbedier. Es wäre ihm ein bißchen schwergefallen, dem Mädchen zu antworten. Kramer hätte weit ausholen müssen, wenn er den Besuch des Narbigen erklären wollte, bis in die Zeit, da er noch nicht Geoffrey, sondern Gerhard Kramer hieß und jenseits des großen Teiches in Deutschland lebte.Goffy zog eine Schublade des Tresens auf und entnahm ihr einen 38er Revolver. Er klappte die Trommel heraus, überzeugte sich davon, daß die Waffe geladen war, und schob sie in die Hüfttasche seiner Hose.Sag meiner Frau Bescheid, daß sie Kasse machen soll, Pat!" wandte er sich dann an die Rothaarige. Ich habe noch etwas zu erledigen.- Bfe, hat wenig Zweck, wenn sie auf mich wartet."Okay, Boß, werde ihr es ausrichten", antwortete Pat. Sie sah ihm nach, wie er die Telefonzelle neben der Theke betrat, im Telefonbuch blätterte und die Zelle verließ, ohne das Telefon benutzt zu haben.Kramer hatte lediglich eine Adresse festgestellt. Er ging hinaus in den Hof und setzte sich hinter das Steuer seines Ford Consul. Vorsichtig lenkte er ihn hinaus auf die 8. Straße, die er in östlicher Richtung verfolgte. Etwa eine Stunde nach der Abfahrt in Greenwich Village bog er in die Gun Hill Road im StadtteU Bronx ein.Vielleicht hätte idi doch besser vorher anrufen sollen, dachte er, als er vor dem Haus Nummer 234 den Wagen zum Stehen brachte. Mechanisch drehte er den Zündschlüssel herum und zog ihn ab. Kramer war so nüt sich und seinem Vorhaben beschäftigt, daß er nicht merkte, wie hinter ihm ein schwarzer Chevrolet hielt, der ihm schon die ganze Zeit über gefolgt war. Er kam erst dahinter, als die Tür zum Fahrersitz von außen geöffnet wurde und die grinsende Visage des Mannes mit der Narbe auftauchte.HaUo, Goffy!" sägte er. Rück ein bißchen zu! Ich habe mit dir zu reden."Geoffrey rückte nicht zu. Er verlagerte sein Gewicht nach Unks und griff in die Hüfttasche, um seinen 38er herauszuholen.Der Narbige wartete -nicht so lange, bis er ihn in der Hand hatte. Er hielt pIötzMcheinen kurzen Gummiknüppel in der Rechten und schlug zu. Einmal, zweimal, dann sank Kramer bewußtlos auf den Bedfah-rersitz.Der Ganove steckte seinen Gvimmiknüp-pel iri die Innentasche der Jacke. Er schob Kramer zur Seite, klemmte sich hinters Steu^ und nahm Geoffrey den Zündschlüssel aus der Hand. Augenblicke später fuhr der Ford an. Geräuschlos setzte sich hinter ihm auch der Chevi in Bewegung.In Höhe der 10. Avenue überquerten sie den East River und fuhren in die nördliche Spitze Manhattans; dorthin, wo große Grünanlagen zwischen ruhigen VUlenstraßen liegen. In einer stillen Seitenstraße luden sie Kramer in den schwarzen Chevrolet um.Der Mann mit der Narbe ging noch einmal zu Geoffreys Ford zurück und wischte mit einem Putzlappen, den er unter dem Vordersitz fand, Lenkrad und Schalthebel ab.Kramer erwachte aus seinem Zwangsschlaf, als der Chevi anfuhr. Der Bursche, der neben ihm auf dem Rücksitz des Wagens saß, bemerkte es und drückte ihm die Mündung seines eigenen Revolvers zwischen die Rippen.Ihr Schweine!"- sagte Geoffrey Kramer. Er kassierte dafür einen Tritt gegen das Schienbein und zog es vor, für den Rest der Fahrt deti Mund zu halten.Die Greenwich Avenue ist eine breite Prachtstraße, die sich von der Sixth Avenue in nordwestlicher Richtung zur 14. Straße hinzieht und das Village", wie die New Yorker den StadtteU Greenwich Vü-lage nennen, gegen die City abgrenzt.Der Antiquitätenladen von Aloysius Tottingham paßte zwar nicht ganz in die Greenwich Avenue, aber er paßte recht gut zum VUlage. Aloysius war ein kleines, ichmächtiges Männchen Mitte der Sechzig. Stets trug er eine abgeschabte Samtjacke und eine verblichene Baskenmütze dazu, die früher mal dunkelblau gewesen sein mochte.Sein Gesiäiäft war nicht sonderlich groß, dafür ging es ganz gut; denn irgendwie brachte es Tottingham immer wieder fertig, von den Illustren BewoJmeim des Village ausgefallene Dinge zu erstehen, die

Termékadatok

Cím: Dads Hobby des Aloysius Tottingham [antikvár]
Szerző: Bert F. Island
Kiadó: Erich Pabel Verlag KG
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 160 mm x 220 mm
Bert F. Island művei
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Vélemény:
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