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Die Fabel von der Stiftung des englischen Hosenbandordens ist zu bekannt, als daß sie hier noch einmal nacherzählt werden muß. Was aber mag den englischen König (es war Eduard III.) an jenem 19. Januar 1350 mitten im ausgelassenen Tanzvergnügen veranlaßt haben, so schroff zu reagieren, als die ehrenwerte Gräfin Salisbury ihr Strumpfband im Wirbel des Tanzes verlor? Daß die Kavaliere und die umstehenden Paare nicht vor Ergriffenheit erstarrten, mochte er doch nicht erwartet haben, er war ja ein recht heiterer und gar nicht prüder Herr. Ob ihm die Teilung des englischen Parlaments in Ober-und Unterhaus Sorgen gemacht haben mag oder ob er die Ausweitung der britischen Selbstverwaltung nicht gerne gesehen hat, die Bestallung von Friedensrichtern und die grafschaftliche Teilsouveränität ? Wer weiß, jedenfalls soll er sich schrecklich angestellt haben. Aber aufgehoben hat er das blaue Seidenband immerhin, es war ja quasi
Der heilige Georg von Kappadozien, der Schutzheilige Englands, ist auch der Patron des Hosenbandordens, der höchsten zivilen und militärischen britischen Auszeichnung. In der ihm geweihten Kapelle auf Schloß Windsor Castle findet alljährlich am 23. April, dem Sankt-Georgs-Tag, die Kapitelsitzung des Ordens statt. Das Bild links vermittelt einen Eindruck vom Chor dieser reich ausgestatteten Kirche. Die Ritter besetzen die Logen an den Längsseiten des Raumes. Ihre Banner hängen über ihren mit den Familienwap-pen geschmückten Helmen, und an den Rückseiten der Logen sind ihre emaillierten Schilde befestigt.
Pitkin Pictorials LTD, London