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RICHARD CARSTENSEN
1629: Der Friede zu Lübeck
Der vergebliche Versuch,
den großen Krieg in Mitteleuropa
zu beenden
Im Jahre 1629, nach Ende des ersten Jahrzehnts des verhängnisvollen Krieges, der dreißig Jahre lang sinnlose Verwüstung über Deutschland tragen sollte, kam es in Lübeck zu einem Friedensvertrag, der die Menschen hoffen ließ, die schreckliche Kriegszeit sei nun zu Ende. Die Protestanten, vertreten durch König Christian IV. von Dänemark, und die kaiserlich-katholische Seite unter Wallenstein und Tilly handelten in der Hansestadt ein Abkommen aus, das beiden als tragfähiges Fundament für eine »friedliche Koexistenz« erschien. Vor allem wegen der ausländischen Interessen an diesem innerreichischen Konflikt flammte der Krieg jedoch bald wieder auf.