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Die Welt damals war von Düften erfüllt und von Geráuschen. Hinter den Fenstern zur StraBe standén Báume mit dichten, im Sommer grüngoldenen Laubkronen. Vom Balkon aus war die Hochbahn zu sehen, und der Stadtverkehr, der durch die Schönhauser Allee toste. Von der HallandstraBe her wirkte der Ausschnitt wie das Riesentor zu einem lármenden Universum. Sonst war die Welt, in die hinein ich geboren wurde, leise und friedlich. »Aber du warst alles andere als friedlich«, behauptete Verena, meine Mutter. Háufig nannte ich sie beim Vornamen, was ihr gefiel, wenn es die Frau in ihr ansprach. »Ich verdanke dir einen DammriB und monatelanges Nierenbluten.« Verena, eine kleine alte Frau, blauáugig, mit zarten Gelenken und weiBem Haar, das sie manchmal unter einer Perücke versteckte, goB Tee in dünnwandige Tassén, den Rest eines Service Hutschenreuther. »Meine Niederkunft ist schrecklich gewesen. Schön war die Schwangerschaft; einen rücksichtsvolleren Mann als deinen Vater hatte ich mir nicht wünschen können.« Es war eine ihrer altén Geschichten, in denen sie immer die