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Kapitel 1Der Winter paßte gut zu Willesden. Dessen Bäume waren wie geschaffen zum Tropfen, der Kanal mummelte sich in Nebel ein, Straßenpflaster und Dächer spiegelten die Lichter der winterlichen Straßen und den umwölkten Wintermond wider; am Tage gab es kaum etwas, das den Himmel über Nordwest-London romantischer verzauberte als die Dampfwölkchen über den Kühltürmen des Kraftwerkes, die wie Gotteshaar im Wind wehten. Dieser sinnige Vergleich stammte nicht von Davies - er war von schlichterem Gemüt -, sondern war ein Einfall seines Freundes Mod, des Philosophen in der Schlange der Arbeitslosengeldempfänger.Willesden muß Winter tragen, zitierte er flüsternd, während er vom Fenster der Stadtbibliothek aus auf beides herabschaute. Wie das Drama Trauer muß Elektra tragen. Er richtete seine Glupschaugen auf Davies. Wenn du verstehst, was ich meine.Natürlich, erwiderte Davies. Restlos. Er sah zur Uhr des Lesesaals hin. Ist es nicht Zeit, Schluß zu machen?Du wärst nicht der Detektiv, der du bist, wenn du nicht über so viel Scharfsinn verfügtest, nickte Mod versonnen.Der kleine Zeiger steht auf der Fünf und der große fast auf der Zwölf, setzte Davies hinzu.Tief in Gedanken begann Mod seine Bücher zuzuklappen. Ausschankzeit, bestätigte er weise. Logische Schlußfolgerung! Er rieb sich die Augen, denn er hatte einen langen Tag im Lesesaal hinter sich. Er machte ein feierliches Ritual aus dem Schließen der Bände, während Davies in seinem nassen Regenmantel dasaß und wartete, daß er fertig wurde.Was war heute das Thema? fragte er und zeigte auf den Bücherstapel.Das magst du wohl fragen, gab Mod zurück. Bei einem halben Dutzend Stellen legte er die Lesezeichen ein, die Davies' Hund