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VORWORT
Ich möchte euch die wunderbare Geschichte Danielle Casanova« erzählen, die in Auschwitz für Frankreich starb.
Es ist schwer zu fassen, daß wir sie nie wiedersehen sollen. Jeden Augenblidi denken wir, sie wird die Tür öffnen und strahlend hereinkommen. In jedem Augenblick lausdien wir, als hörten wir den Klang ihrer Schritte. Doch sie wird nicht kommen, sie wird die Tür nicht öffnen, wir werden sie nie wiedersehen.
Und doch, wir haben sie immer vor Augen, wir sehen sie immer vor uns, sie ist in unserer Mitte, sie hat uns nicht verlassen, sie ist bei uns, wie wir sie lebend gekannt haben. So lebensvoll geben wir sie an die zukünftigen Frauen Frankreidis weiter und an die Töchter ihrer Töchter. Danielle Casanova ist unsterblich, sie ist in die Geschidite eingegangen,
Nodi etwas: ich habe Danielle kaum gekannt, ich habe nidit mit ihr gearbeitet. Dennoch ist sie mir heute so vertraut, als hätte ich sie Tag für Tag begleitet: schon damals, als sie als kleines Mädchen barfüßig am Strande lief, bis zu der Stunde, da sie von den Nazis gemordet unsterblich geworden ist. Ich bin ihren Spuren in den Erinnerungen ihrer Angehörigen und in den Herzen ihrer Freunde nadigegangen. Dank derer, die sie kannten, und jener Frauen, die mit ihr gearbeitet, gekämpft und gelitten haben, ist Danielle auch für mich über den Tod hinaus und mehr noch als zu ihren Lebzeiten zu dem geworden, was sie euch sein wird: Sdiwester, Vorbild, Beispiel,
Wenn ich euch nun von ihr erzähle, kann es sich nicht um sie allein handeln, sondern audi um all ihre Gefährtinnen, die mir von ihr berichtet haben. Wenn ich „Danielle" sage, denke ich auch an jene andern, die gleidi ihr fortgegangen und nicht zu-rüdcgekehrt sind.