Bővebb ismertető
Florenz isi zu Dantes Zeiten eine Stadt wie viele andere mittelalterliche Stádte, klein, düster und schmucklos. Seit 1000 n. Chr. war sie über den altén Kern, den Bereich des römischen Lagers, dem sie ihren Ursprung verdankte, hinausgewachsen. Jetzt beginnt sie, auch über den zweiten Mauerring hinauszudrángen. Im Jahr 1284, als Dante etwa zwanzig Jahre alt ist, beschlieÖt die Stadtregierung, einen dritten Befestigungsring zu bauen, um die Vorstádte mit den Weinbergen, Gárten und Klöstern einzugemeinden. Innerhalb der altén Mauern liegen die schmalen und übelriechenden Gassen, in denen sich Abfálle türmen, Hühner scharren und Schweine wühlen. In Florenz lebt man beengt, und in der Enge gerát man leicht in Streit. Tag und Nacht ist es hier dunkel, denn auch am Tage dringt kaum ein Sonnenstrahl in die engen StraBen mit den hohen, festungsáhnlichen Háusern, und des Nachts gibt es keinerlei Beleuchtung. Florenz hatte unter stándigen inneren Kámpfen zu leiden : Ghibellinen und Guelfen waren abwechselnd an der Macht. Die Anführer der Partei, die besiegt worden war, wurden verbannt, ihr Hab und Gut eingezogen. Fünf Jahre vor Dantes Geburt, im Jahre 1260, muBten die Guelfen mit ansehen, wie man ihre Háuser zerstörte; 1266 traf dann das gleiche Los die Ghibellinen. Nicht weit von der Gegend, wo Dante ahnungslos als klemer Knabe gespielt hat, hallten damals die Schláge der Spitzhacke gegen den stolzen Wohnsitz der Uberti, der Anführer der geschlagenen Ghibellinen. In einer Stadt, die standig mit Angriff und Verteidigung rechnen muB, hat man keinen Sinn für Eleganz. Selbst die Palásté der Reichen sind mehr nach sachlichen Bedürfnissen als nach ásthetischen Gesichtspunkten erbaut. Im ErdgeschoB befinden sich die Warenlager, oben die Türme und Befestigungen für die Verteidigung, und überall sieht man SchieBscharten. Die Kirchen sind klein und bescheiden. Nur eine leuchtet wie ein Juwel auf ihrem grünen Hügel: San Miniato al Monté. Innerhalb des Mauerrings ist das bedeutendste Bauwerk das Baptistenum, il bel San Giovanni (der schöne heilige Johannes), wie Dante es nennt. Es ist die Kirche, in der er getauft worden war. Sie ist damals noch unvollendet und ohne Schmuck; die AuBenverkleidung wird erst 1294 in Angriff genommen. Die Erinnerung an den farbigen Marmor dieses Bauwerks wird den Dichter in der Verbannung immer verfolgen. wnrttjfcjtms aM&HU 1