Bővebb ismertető
1. EINLEITUNG
1.1. Einführende Bemerkungen
Die UNO proklamierte 1960 zum Jahr der Unabhängigkeit. Aktueller Anlaß war die binnen Jahresfrist bevorstehende Unabhängigkeit der französischen Territorien in Afrika; vierzehn ehemalige französische Kolonien wurden souveräne Staaten. Inzwischen ist der afrikanische Kontinent bis auf Rhodesien (Zimbabwe), Namibia und die spanischen Besitziuigen, Ceuta und Melilla, imabhängig^. Die nationale Eigenständigkeit wurde zwar erreicht, doch damit sind die Probleme dieser Staaten nicht gelöst. Der nationale Befreiungskampf hatte alle Kräfte auf die Unabhängigkeit gerichtet, doch nach Erreichen dieses Ziels sind die bis dahin latenten Konflikte, wie Stammes- und Religionsgegensätze und wirtschaftliche Rivalitäten, wieder aufgebrochen. Vielen westlichen Beobachtern erscheint Afrika als ruheloser, unbefriedeter, zwischen Extremen hin- und hergerissener Kontinent, der durch Revolten, Putsche, Regierungsumstürze und Katastrophen wenig Verständnisbereitschaft für seine Probleme hervorruft. Doch die afrikanischen Staaten werden künftig die Weltpolitik zimehmend beeinflussen, soweit sie dies nicht bereits tun. Die Mehrheitsverhältnisse in der UNO wurden durch ihren Eintritt entscheidend verändert, und ihre Mitsprache bei Wirtschaftsabkom-
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men erhält wegen der wichtigen Rohstoffe ständig größeres Gewicht . Daher sollte es für die Angehörigen der westlichen Industrienationen selbstverständlich sein, sich über Kultur, Geschichte und gegenwärtige Bedingungen dieser Staaten zu informieren, zumal die meisten europäischen Staaten nicht davon freizusprechen sind, einen nicht geringen Teil der augenblicklichen Schwierigkeiten mitverursacht zu haben.
Der Forderung, sich ein zutreffendes Bild über diesen Kontinent zu verschaffen, stellen sich nicht geringe Schwierigkeiten entgegen, weil Afrika nicht mit einigen Oberbegriffen zu erfassen ist, sondern