Bővebb ismertető
Zur EinführungDie Zeiten, in denen es viel Wild und nur wenig Jäger gab, sind solchen gewidien, in denen es wenig Wild und wesentlich mehr Jäger gibt. Und daher hat die früher bevorzugte Freude an der Gesellschaftsjagd mit großer Strecke, die sehr hoch bewertet wurde, Platz machen müssen der Freude des einzelnen Pirschjägers am erlegten Einzelstück, bei dem nunmehr die Trophäe besonders hoch bewertet wird, und zwar um so mehr, je stärker sie in ihren Ausmaßen ist.Es ist weiter von Bedeutung, daß seit etwa einem Jahrhundert kaum eine andere Wildart im mitteleuropäischen Raum in so problematische Beziehungen zum Jäger getreten ist wie das Rotwild, soweit es in diesem Raum in der Kulturlandschaft zu leben gezwungen ist.Die von der Natur vorgesehenen und entsprechend wirksamen Regulatoren des Wildbestandes, Bär, Luchs und Wolf, sind hier ausgestorben. Ihre Stellvertretung mußte der Jäger übernehmen, weil unser freilebendes Wild nicht nur in der Landschaft, sondern auch von ihr lebt.Jedes gestörte Gleichmaß natürlicher Lebensgemeinschaften, in unserem Falle in erster Linie jede Vermehrung und Ausbreitung des Wildes ohne Kontrolle, ohne Regulator, muß zu Wechselwirkungen führen, die bei der heutigen intensiven Inanspruchnahme der Landschaft durch den Menschen die Rolle des freilebenden Tieres als konkurrierendem Lebewesen mehr und mehr fühlbar werden lassen.Das wird beim Rotwild besonders deutlich und hat in einigen Ländern des mitteleuropäischen Raumes zu gesetzlichen Forderungen geführt, nach denen die Größe des Wildbestandes auf die Erfordernisse der Landeskultur Rücksicht zu nehmen hat, woraus sich die Notwendigkeit einer sdiarfen Begrenzung der Wildbestände ergibt.Einer zeitgemäßen Jagdauffassung entspricht es nun, aus diesen zahlenmäßig begrenzten Wildbeständen eine größtmögliche Anzahl von starken Trophäen nachhaltig zu erzielen, was die Einhaltung einer sorgfältigen Planung erforderlich macht. Sie ist In zahlreichen Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben, wird aber auch anderenfalls schon auf freiwilliger Basis durchgeführt.