Bővebb ismertető
VORWORT DES VERLEGERS
Als das „Atlantisbuch der Musik" zum erstenmal erschien, wünschteii wir ihm, es möge ein Lesebuch und Nachschlagewerk für alle werden, denen Musik etwas bedeutet, und es möge darüber hinaus etwas von jenem Geist vermitteln, der dem erhabenen Vermächtnis unserer großen Meister entspricht. Die Aufnahme, die das Werk seither gefunden hat, zeigte den Herausgebern, daß ihr Wunsch sich zu verwirklichen vermochte und sich ständig neu verwirklichen läßt.
Gelehrte, Kritiker, Pädagogen und ausübende Künstler haben sich mit den Herausgebern zusammengetan, um den Riesenstoff zu bewältigen. Obwohl der ursprünglich vorgesehene Umfang weit überschritten wurde, hat doch jeder Mitarbeiter auf Wichtiges verzichten und sich auf das Notwendigste beschränken müssen. Die Verteilung der Akzente würde dabei jeder Herausgeber wieder anders vornehmen — tatsächlich schwankt sie schon von Beitrag zu Beitrag. Es war das Bestreben der Herausgeber, diese Mannigfaltigkeit als ein getreues Spiegelbild des Musiklebens dem gemeinsamen Ziel dienstbar zu machen.
Anläßlich der fünften Auflage wurde das Buch neu bearbeitet; die Verantwortung dafür mußte der Verlag allein übernehmen, nachdem der Gedankenaustausch mit einigen der ursprünglichen Mitarbeiter, darunter auch mit meinem verehrten Mitherausgeber Fred Hamel, jahrelang unmöglich war. Auch bei dieser Gelegenheit sei Herrn Dr. WiUi Schuh für seine fachmännische Unterstützung bei der Revision gedankt.
Die vorliegende sechste Auflage ist im wesentlichen ein Nachdruck der erst kurz zuvor erschienenen fünften. Natürlich wurde die Gelegenheit wiederum zu einigen Ergänzungen imd namentlich zu mancherlei neuen Eintragungen ins Musikerverzeichnis benutzt. So sehr wir uns dabei bemühten, den heutigen Stand der Entwicklung zu berücksichtigen, so kann es doch nicht die Aufgabe unseres Buches sein, das Urteil der Geschichte vorwegzunehmen und unter den Künstlern und musikalischen Schöpfungen, die in den verschiedenen Ländern jedes Jahr neu erscheinen, eine Auswahl zu treffen, und so beschränkten wir uns bei der Aufnahme neuer Namen und Werke notgedrimgen auf ein paar Sonderfälle. Aber auch das Bestreben, dem Standpunkt der Schweiz entsprechend den BHck möglichst auf die Gesamtheit des abendländischen Musiklebens zu richten, erfährt gewisse Beschränkungen; denn gerade der Kontakt mit andern Ländern, zum Beispiel mit dem heute besonders regen und selbstbewußten englischen Musikleben, hat uns die Problematik eines internationalen Maßstabs gezeigt und darauf zurückgeführt, daß man schheßlich auch in der Musik nicht um das Bekenntnis zu seinem eigenen Wesen herum-