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HIRTENLEGENDE
Es war in jenen Tagen, da vom Kaiser Augustus der Befehl ausging, das ganze römische Weltreidi auf-zuzeidinen. Es war die Zeit, da sidi auch Josef aus Nazareth mit Maria auf den Weg machte, um sich in Bethlehem, der Heimat seiner Familie, anzumelden und eintragen zu lassen.
Damals lebte in der Nähe von Bethlehem der Hirt Aron mit seiner Frau Judith und seinem Söhnchen Eli. Sie wohnten in einem Zelt, das sie immer da aufschlugen, wo eine saftige Weide den Sdiafen gutes Futter versprach. Tagsüber konnten sie gemächlich hinter der Herde einherschreiten, da ein vortrefflicher Schäferhund die Tiere mühelos zusammenhielt. Gegen Abend tränkte man dann die Sdiafe an einer Zisterne und trieb sie zum Schutz gegen die reißenden Wölfe, die damals die gefährlichsten Feinde der Herden waren, in die sicheren Hürden. Nach der Tagesarbeit lagerte man sich geruhsam um das Feuer. So hätte Aron mit seiner Familie ein friedliches Leben führen können, wenn ihm die Herde allein gehört hätte. Aber er mußte sich in den Besitz mit seinem Bruder Haniel teilen, da sie beide von ihrem Vater