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Vorbemerkung des Übersetzers
Die Sprachseltsamkeiten, die Ehrenburg in diesem Roman vor allem seinem Helden in den Mund legt, bedürfen deutschen Lesern gegenüber einer Erläuterung. Äußerlich ist diese Sprache noch russisch; innerlich hat sie mit der Sprache Puschkins und Tolstois nur noch wenig zu tun. Der Dichter hat in ihr zunächst den Geist des talmudistisch erzogenen russischen Provinzjuden aufzufangen gesucht, seine Umständlichkeit und Klügelei, seine Sucht nach Farbigkeit und Umfassendheit im Ausdruck, seine jonglierende Logik. Lasik hat in Hömel zeitlebens Jiddisch, Jargon gesprochen. Es ist seine Muttersprache. Sie setzt er in künstliches Russisch um. ?f
Auf dies jiddische Russisch pfropfl; Ehrenburg die bolsche- , ,
wistische Nomenklatur. Die Verheerungen, die das neue bol- ! i
schewistisdie Pathos beim Einbruch in die abgeschlossene ;
jüdische Vorstellungswelt anrichtet, sind enorm. Die Phraseologie des unverdauten Marxismus und Leninismus vermischt sich unmittelbar mit der altjüdischen Lebensklugheit. Die vom jüdischen Jargon schon durchzogene russische Sprache it'
stolpert in einen neuen Jargon, den bolschewistischen, hinein. i
Nicht genug, so wird der kleine Schneider über die Gren- ,
zen und Sprachen Rußlands fort in immer neue Länder, Spradien, Erlebnisse ungeahnter Art gewirbelt; sie hinterlas- ,
sen ihre Spuren in seinem aus der Bahn geschleuderten, zu- iV '' -
gleich anpassungswilligen und ironisierenden Denken. Es er- ; ¦
gibt sich ein Tohuwabohu der Sprache, aus allen Erinnerungen und Eindrücken dieses rasenden Lebens unzerteilbar ge-misdit.
Aber Ehrenburg handhabt den Dadaismus, zu dem sidi Lasiks Sprache allmählich hinaufschraubt, natürlich mit einer außerordentlichen Bewußtheit. Er spitzt die Sprache mehr noch zu als die Situationen. In den Situationen gibt er die Wirklichkeit in der grausamsten Zusammendrängung; durch die
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