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Das Bistum Passau in der Kirchenpolitik König Friedrichs des Schönen [antikvár]

Alfred A. Strnad

 
DAS BISTUM PASSAU IN DER KIRCHENPOLITIK KÖNIG FRIEDRICHS DES SCHÖNEN (1313—1320) Von Alfréd A. S t r n a d Als am 28. Juli 1313 Bischof Bernhard von Prambach hochbetagt in Wien verstorben war1), setzten mit einem Schlage — wie bei jeder Se-disvakanz — die Bemühungen der Herzoge von Bayern und österreich ein, den Passauer Bischofsstuhl einer ihnen ergebenen Persönlichkeit zu verschaffen. So wurden bis zum Ausgange des Mittelalters und noch tief in die Neuzeit hinein die Bischofswahlen in Passau stets zu einem Macht-kampfe jener...
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DAS BISTUM PASSAU IN DER KIRCHENPOLITIK KÖNIG FRIEDRICHS DES SCHÖNEN (1313—1320) Von Alfréd A. S t r n a d Als am 28. Juli 1313 Bischof Bernhard von Prambach hochbetagt in Wien verstorben war1), setzten mit einem Schlage — wie bei jeder Se-disvakanz — die Bemühungen der Herzoge von Bayern und österreich ein, den Passauer Bischofsstuhl einer ihnen ergebenen Persönlichkeit zu verschaffen. So wurden bis zum Ausgange des Mittelalters und noch tief in die Neuzeit hinein die Bischofswahlen in Passau stets zu einem Macht-kampfe jener beiden rivalisierenden Fürstenháuser, deren Territorien fast zur Gánze mit dem Diözesangebiete des Hochstiftes zusammenfielen2). Be-sonders die österreichischen Landesfürsten betrachteten Passau geradezu als i h r „Landesbistum", zumal ihre schon frühzeitig einsetzenden Be-strebungen, sich von den auswártigen Bischöfen unabhangig zu maciién und ihre Lánder audx kirchlich zu einer Einheit zu gestalten3), erst in *) Die überwiegende Mehrheit der Nekrologe gibt den 28. Juli (in die sancti Pantaleonis) als seinen Todestag an (vgl. etwa die Continuatio Zwetlensis tertia, MG. SS. IX, p. 665, oder das Auctarium Alberti plebani de Waldkirchen, ibid., p. 745, sowie die Totenbücher von Asbach, Engelszell und Sankt Flórian, MG. Necrol. IV, pp. 91, 248, 309, bzw. von Klosterneuburg und Lilienfeld, ibid., V, pp. 46 und 400), wáhrend der 29. Juli nur in einigen Quellen zu finden ist (etwa Annales Osterhovenses, MG. SS. XVII, p. 557, sowie die Nekrologe von St. Pölten, MG. Necrol. V, p. 512, Baum-burg, ibid., II, p. 247, und Aldersbach, ibid., IV, p. 18). Den 27. Juli als Todestag Bernhards nennt nur das Necrologium monasterii sancti Nicolai Pataviensis (MG. Necrol. IV, p. 151). Angeblich soll Bernhard ein Lebensalter von fast einhundert Jahren erreicht habén (Ludwig Heinrich K r i c k, Das ehemalige Domstift Passau und die ehemaligen Kollegiatstifte des Bistums Passau, Passau 1922, S. 202. Centenarius nennt Bernhard auch Chrysostomus Hanthaler in seinen Fasti Campililienses II/l, Lincii 1754, p. 120). — Als Bischof gründete Bernhard am 27. Januar 1295 die Zisterze Engelszell im Donautale (unweit von Engelhartszell, Oberösterreich), der bis an sein Lebensende seine besondere Fürsorge galt (vgl. Urkundenbuch des Landes ob der Enns IV, 1867, S. 219, Nr. 242; sowie VI, 1872, S. 592, Nr. 21; S. 602, Nr. 36; S. 610, Nr. 48; S. 614, Nr. 53; S. 616, Nr. 55; S. 618, Nr. 58). Daneben bedachte er auch das Chorherrenstift St. Pölten reichlich (Quellen zur Geschichte der Stadt Wien 1/2, Wien 1896, Nr. 1538, und NN. 1553 und 1554). *) Über die Passauer Bischofswahlen vornehmlich im spateren Mittelalter wird im Rahmen einer gröfieren Untersuchung eingehend gehandelt werden. 3) Vgl. darüber Hermann K r a b b o, Die Versuche der Babenberger zur Gründung einer Landeskirche in österreich. Archiv für Kundé österreichischer Geschichtsquellen 93 (1905), S. 1 ff.; Kari E d e r, österreichs Kampf um ein Landesbistum (Linz 1935) und

Termékadatok

Cím: Das Bistum Passau in der Kirchenpolitik König Friedrichs des Schönen [antikvár]
Szerző: Alfred A. Strnad
Kiadó: Hermann Böhlaus Nachf.
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 170 mm x 240 mm
Alfred A. Strnad művei
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