Bővebb ismertető
Die löcherige Schotterstraße - kaum mehr als ein Weg - lag noch im Schatten. Die Luft war erträglich, wenn auch alles andere als frisch. Über der Stadt, die sich wie ein Amphitheater über dem Meer und dem Hafen erhob, hing feiner, regloser Dunst. Selbst die soeben aufgehende Sonne schien blass und trüb. Auf dem räudigen Gestrüpp, den ausgedörrten Bäumen und Sträuchern, die Hang und Böschung überwucherten, lag feiner, goldfarbener Staub. Goldfarbener Sand. Ein dumpfes Raunen stieg aus dem weiten, von der Autobahn durchschnittenen Tal empor.
Wüstenwind. Hat die ganze Stadt mit Staub bedeckt.
Die Frau in weißem Trikot und abgetragenen blauen Trainingshosen trabte in gemächlichem Rhythmus den sanft ansteigenden, unbefestigten breiten Weg entlang, der auf halber Talhöhe rechts von der Straße durch Righi zur »Trattoria delle Baracche« hoch über dem Bisagno-Tal führte. Zu beiden Seiten Bergvegetation, mal dichter, mal spärlicher, Ginsterbüsche, Disteln, Lorbeer, Myrthe, Strandkiefern. Ein Geländewagen hätte ihn mühelos entlangfahren können, doch hauptsächlich wurde er von Fußgängern genutzt, mehr oder weniger einsamen Wanderern, Jägern oder Hundebesitzern. Eine ideale Joggingstrecke, vor allem zu dieser Tageszeit. Es war sechs Uhr morgens an einem Montag, der genauso drückend heiß zu werden drohte wie die Tage zuvor. Bald würde die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennen und ganz Genua in ihrer glühenden Umarmung gefangen halten.
Ein Glück, dass ich mich heute Morgen dazu durchgerungen habe, ein bisschen zu laufen, sonst hätte ich den ganzen Tag im Präsidium in meinem eigenen Saß gebrodelt. Und ich dumme Kuh hab mir erst