Bővebb ismertető
1. Die Revolutionen von 1848
EINLEITUNG: EUROPA 1848
Die Aufgliederung einer Weltgeschichte läßt sich nie ohne Willkür erreichen, weil Zeit und Raum sich dem widersetzen, und der Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes dürfte diese Wahrheit nötigenfalls bestätigen: Das Jahr 1848 hatte vielleicht nur für Europa Bedeutung, womöglich nicht einmal für alle Länder, die wir zu Europa zählen.
Daher befassen wir uns hier nur mit einem Teil von Europa. Andere Bände dieser Taschenbuch-Reihe untersuchen eigens die Geschichte des zaristischen Rußland und der muselmanischen Staaten, von denen das Osmanische Reich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts den größten Teil der Balkanhalbinsel beherrschte.^ Weite Gebiete des geographischen Europa lassen wir somit unberücksichtigt. Natürlich geht es dabei nicht um eine absolute Beschränkung, denn Petersburg und Konstantinopel spielten im vorigen Jahrhundert eine ganz wesentliche Rolle in der europäischen Politik, aktiv oder passiv. Internationale Beziehungen und Kriege, daneben vielfältige Kontakte wirtschaftlicher und kultureller Natur verbanden, was wir hier bis zu einem gewissen Grad trennen mußten. Darüber hinaus bewohnten zur Zeit, von der wir sprechen, bestimmte Völker wie die Polen oder die heutigen Jugoslawen Gebiete, die willkürlich durch die uns gezogene Grenze geteilt werden. Diese kann also aus vielerlei Gründen kein eiserner Vorhang sein. Im folgenden wollen wir uns bemühen, auf die Verbindungen hinzuweisen, soweit es unerläßlich scheint.
I. EUROPA UND DIE WELT
Es stellt sich aber eine noch schwerer wiegende Frage: Darf man dieses Europa mit seinen fließenden Grenzen von der weiten Welt absondern und es als etwas völlig Unabhängiges untersuchen? In den 50 Jahren, die uns hier im Hinblick auf Europa beschäftigten — die Zeit von Richard Cobden und Jules Verne —, begannen sich die Beziehungen zwischen den Konti-