Bővebb ismertető
EINLEITUNGSeit 1964 wird die formgesdiiditlidie Methode der Bibelforsdiung, in Fadikreisen kurz Formgesdiichte" genannt, offiziell von der Leitung der katholisdien Kirche anerkannt. Wie so oft, wurde damit lediglich eine vollendete Tatsache" vom offiziellen Lehramt sanktioniert, ein uneheliches Kind wurde in fortgeschrittenem Alter legitimiert. Man kann ein solches Faktum aber auch anders betrachten. Wenn sich die Kirche ein Lehrstück oder ein System, das anfangs nur toleriert wurde, zu einem gegebenen Zeitpunkt offiziell zu eigen macht, dann weist sie damit zugleich positiv neue Wege. So gesehen, ist der Entschluß von 1964 nicht nur eine nachträgliche Billigung dessen, was nicht mehr zu wenden war, sondern die bewußte Aneignung einer neuen geistigen Errungenschaft. Solange ein Lehrstück nur geduldet wird, hat jeder das Recht, sich ihm gegenüber gleichgültig zu verhalten. Ist es einmal anerkannt, wenn auch unter Schmerzen, dann hat man dieses Recht nicht mehr.Man kann also die Formgeschichte fortan nicht mehr als das Hobby einiger progressiver Exegeten behandeln. Auch der Nichtfachmann hat jetzt einen Anspruch darauf, in passender Weise von der neuen Errungenschaft in Kenntnis gesetzt zu werden, und das lädt dem Fachexegeten die harte Pflicht auf, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Verschiedene popularisierende Zeitschriften haben schon theoretische Beiträge über die Entstehung und die Arbeitsweise der Formgeschichte veröffentlicht. Die Formgeschichte ist aber keine Theorie oder Hypothese, sondern eine Arbeitsmethode. Und eine Arbeitsmethode lernt man nur, wenn man sich ihrer bedient. Das ist keine Frage des Wissens, sondern des Handelns. Deshalb wird dem gebil-