Bővebb ismertető
Die Zeit drangt: Diesen Titel hat Carl Friedrich von Weizsacker seinem Aufruf zu einer Weltversammlung der Christen für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung gegeben. Er ist Ausdruck für die zu leistende Erkenntnis und Wahrnehmung der drohenden Katastrophe, für den ultimativen Ernst der Warnung, für das unnachsichtige Eingestandnis von Angst als lebenerhaltender Kraft, für die drangende Ungeduld, mit der vernünftiges Wahrnehmen und Handeln eingefordert werden, und für die Entschiedenheit des christlichen Glaubens. Der Titel Das Ende der Geduld soll auf diese innere Bewegung antworten und sie zugleich fortsetzen. Die in diesem Band versammelten Beitrage sind je auf ihre Weise bestatigend, ungeduldig radikalisierend, zur Geduld mahnend, auf skeptische oder ermutigende Weise pragmatisch. Allén gemeinsam ist indes das BewuBtsein von der globalen Bedrohlichkeit der Situation, in der sich die Menschheit heute befindet. Das Spektrum der in diesem Band ausgesprochenen Argumente, dafür und dawider, verstarkend oder abmildernd, entspricht wohl der heutigen BewuBtseinslage angesichts der von Weizsacker benannten Weltprobleme und Lösungsbedingungen. Carl Friedrich von Weizsacker fordert in seiner Antwort auf die Beitrage einen BewuBtseinswandel. Das einzig Wahrscheinliche sei die Katastrophe, die einzige Möglichkeit, vor ihr bewahrt zu bleiben, der BewuBtseinswandel. Alléin diese Einsicht vermag Vernunft, Entschiedenheit, Verzweiflung und Hoffnung zu verbinden: Alle diese Katastrophen waren durch eine Anstrengung gemeinsamer Vernunft zu vermeiden. Dazu ist notwendig, daB man sich menschheitsweit zu einer solchen Anstrengung zusammenfindet. Und das wird man nicht tun, solange man nicht sieht, daB die Alternative nur die Katastrophe ist. Das vorliegende Buch ist, geduldig oder ungeduldig, ein Stück dieser gemeinsam zu erwerbenden, gemeinsam zu vertretenden und gemeinsam anzuwendenden Vernunft.