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Am 20. Juli 1944, kurz nach Mittag, explodiert in der Wolfsschanze", dem in der Nähe der ostpreußischen Stadt Rastenburg gelegenen HauptquartierHitlers,eineZeitzünderbombe. Der Attentäter war Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Anderthalb Jah re zuvor war sein Auto an der tunesischen Front von einem englischen Jagdflugzeug angegriffen worden. Stauffenberg wurde schwer verwundet: Er büßte sein linkes Auge ein, die rechte Hand und zwei Finger der linken mußten amputiert werden. Nach seiner Genesung wurde er mit Wirkung vom 1. Juli 1944 zum Chef des Stabes beim Befehlshaber des Ersatzheeres, Generaloberst Fromm, nach Berlin versetzt. Sein neuer Dienst gab ihm Gelegenheit, an den Lagebesprechungen auf dem Berghof und in der Wolfsschanze" teilzunehmen. Offiziere der Wehrmacht hatten auch schon vorher versucht, Hitler zu beseitigen. Am 13. März 1943 flog Hitler nach einem Besuch des bei Smolensk gelegenen Stabes der Heeresgruppe Mitte, dessen Befehlshaber damals Gene^alfeldmarschall von Kluge war, in seinem gepanzerten Flugzeug von der Ostfront zurück nach Deutschland. Die Verschwörer hatten einen Begleiter Hitlers, den Oberst Brandt, gebeten, für den Chef der Organisationsabteilung des Generalstabes des Heeres, Generalmajor Stieff, ein Paket mitzunehmen. Das Paket enthielt aber nicht, wie angegeben, zwei Flaschen Kognak, sondern eine Zeitzünderbombe, die nach dem Start des Flugzeuges explodieren sollte. Der Mechanismus der Bombe versagte allerdings, und der Anschlag mißlang. Mit