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Vorwort „Die heute noch in England wirksame literarische Kultur láBt sich nur am Urtext erfahren, und dahin sollte der Literaturunterricht im Englischen den Schüler führen". So schrieb W. Flitner vor nicht langer Zeit in seiner Zielsetzung für die gymnasiale Oberstufe (Heidelberg 1961) und verlangte von dem Unterricht in der Hauptfremdsprache als Beitrag zur literarischen Grundbildung die BewuBtmachung der künstlerischen Formensprache an Beispielen aus der Dichtung und den gerade in dieser Sprache entwickelten Hochformen der Prosa. Das gilt natürlich für die Schule ebenso wie für das den Lehrer vorbereitende Universitátsseminar. Die Hermeneutik gewinnt in der Wissenschaft ihren altén und legitimen Rang zurück und braucht sich nicht durch eine allzu biliige Abwehr beirren zu lassen, die alles Reden über sprachüche Kunstwerke als Alexandrinismus abtun möchte. Der Verfasser der vorliegenden Untersuchung hat bereits vor Jahrzehnten die Arbeit an fremdsprachlichen Literaturwerken, der gerade durch das sprachliche Gewand Aufgaben eigener Art erwachsen, in zwei Büchern angepackt („Die englische Dichtung in der Schule", „Die Kunstprosa im englischen Unterricht"), die seit langer Zeit vergriffen sind. Die Entwicklung der neueren Literaturwissenschaft erlaubte einen bloBen Nachdruck der álteren Schriften nicht. Ein neues Durchdenken der Probleme auf der Grundlage einer ausgedehnten Lehrerfahrung hat deshalb unter Verwendung früherer Einsichten zu einer Neufassung geführt, die die Dichtung im engeren Sinne und die Kunstprosa umgreift. Dabei sollen die Beispiele, überwiegend in wohlfeilen Sammlungen leicht zugánglich, immer nur die theoretische Erörterung praktisch illustrieren, nicht aber abgerundete Musterdeutungen sein, die ja doch der Situation der jeweils arbeitenden Gemeinschaft nicht gerecht werden können und deshalb subjektiv, unwiederholbar bleiben müssen.