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ERSTES KAPITEL Über Bladupönen hatte sich die Dämmerung gesenkt. In immer tiefere Sdiatten tauchte sie den großen Gutshof. Allmählich löschte die Nacht die hellen Farhflecke des Herrenhauses, der Ställe und Wirtschaftsgebäude und der Scheunen aus, bis sich ihre Umrisse zuletzt nur noch undeutlich gegen den Sternenhimmel ahzeidineten. Still lag das Herrenhaus unter den mächtigen Baumkronen des Parks, die sidi leise im Naditwind bewegten. Im Erdgeschoß waren die beiden hohen Fenster, die zum Arbeitszimmer des Gutsherrn führten,...
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ERSTES KAPITEL Über Bladupönen hatte sich die Dämmerung gesenkt. In immer tiefere Sdiatten tauchte sie den großen Gutshof. Allmählich löschte die Nacht die hellen Farhflecke des Herrenhauses, der Ställe und Wirtschaftsgebäude und der Scheunen aus, bis sich ihre Umrisse zuletzt nur noch undeutlich gegen den Sternenhimmel ahzeidineten. Still lag das Herrenhaus unter den mächtigen Baumkronen des Parks, die sidi leise im Naditwind bewegten. Im Erdgeschoß waren die beiden hohen Fenster, die zum Arbeitszimmer des Gutsherrn führten, noch hell erleuchtet. In dem großen, mit sdiönen alten Möbeln eingerichteten Raum saß Archibald von Barring an dem sdiweren Sdireibtisch, an dem schon sein Großvater, der alte Wiesenhurger, gearbeitet hatte, und überprüfte die Wirtschaftsbüdier des Gutes. Nur hin und wieder raschelten die Blätter, langsam und ruhevoll tickte die alte Wanduhr. Die Schreihtischlampe mit dem dicken, schweinsledernen Schirm warf ihr Licht über die Papiere, der übrige Raum lag im Halbdunkel. Drei aneinandergefügte Büdierschränke, die eine Wand des Zimmers ganz ausfüllten, der runde Tisch mit seiner dicken Platte und die tiefen Ledersessel wirkten fast schwarz. Auch die Muster des Teppichs verschwammen in ungewissem Lidit, nur nahe der Lampe leuchtete ihr sdiönes, warmes Rot. Den Kopf in die linke Hand gestützt, verfolgte Archibald von Barring die langen Kolonnen der Zahlen. Er machte sich hier und da Notizen und verglidi die Summen, die er errechnete, mit denen der Bücher, die vor ihm lagen. Sein Gesicht war sdimal, das vom Lampenlicht gezeichnete Profil energisch. Er hatte die graublauen Augen der Barrings, ebenso den kühnen Schnitt der Nase. Kaum merklich begann das dunkle Haar auf der Stirn zurückzuweidien, an den Sdiläfen zeigten sich die ersten Spuren des Ergrauens. Er sah von seiner Arbeit auf, als die Tür behutsam geöffnet wurde. Irmi sah fragend zu ihm hinüber, als er ihr zunidite, trat sie neben ihn. »Die Kinder schlafen sicher schon?« Mit seinen Gedanken noch immer halb hei den Kalkulationen und Redinungen, blickte er zu seiner Frau auf. Sie legte ihre lange, schmale, sehr weiße Hand auf die offenen Seiten des Wirtsdiaftshudies. »Ja, sie sdilafen. Aber ich denke, auch du solltest jetzt Schluß mit der Arbeit madien. Lieber. Wenn du sdion immer in aller Frühe auf den Beinen bist, darfst du nicht audi noch so oft bis spät in die Nadit hinein über den Büchern sitzen. Du darfst dir

Termékadatok

Cím: Das Erbe der Barrings [antikvár]
Szerző: H. William v. Simpson
Kiadó: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens
Kötés: Félbőr
Méret: 130 mm x 210 mm
H. William v. Simpson művei
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