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VORWORT DES HERAUSGERERS.
In dem katholisch geprägten Österreich-Ungarn mußten die Kirchen der Reformation durch die Jahrhunderte schwer für ihren Glauben kämpfen. Von den Religionskriegen der ungarländischen Protestanten (Bocskay, Bethlen u. a.) wird in jeder Kirchengeschichte hinreichend [berichtet. Die positive Seite der Abwehr aber, nämlich die Festigung des evangelischen Bewußtseins durch zahlreiche Schulen, wohlgeordnete Kirchlichkeit, theologische Wissenschaft und stark pulsierendes Geistesleben, blieb, soweit es sich um nichtdeutsche evangelische Kirchengemeinschaften handelte, auch in den ausführlicheren Kirchengeschichten ganz außer acht. Dies geschah allerdings mehr in den zwei letzten Jahrhunderten. Im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert verband noch geistig-theologisch die lateinische Sprache den ganzen Protestantismus. Seither konnte aber nur die sächsisch-evangelische Kirche Siebenbürgens vom Südosten mit dem Mutterlande der Reformation in einer Verbindung bleiben, die auf gegenseitiger Kenntnis ruhte. Dagegen blieb die ganze innere Geschichte des ungarischen und des slowakischen Protestantismus den ausländischen Schweslerkirchen ein versiegeltes Buch, da das Leben hier nunmehr in den Nationalsprachen vor sich ging. Es ist wahr, daß das theologische Leben in Ungarn unaufhörlich und mit Erfolg versuchte, in lebendiger Verbindung mit dem Auslande zu bleiben. In dieser Hinsicht waren die Beziehungen nicht unterbrochen. Darüber hinaus wurde aber in fleißiger theologischer Arbeit auch in Ungarn manches Ursprüngliche geschaffen, das die Aufmerksamkeit des Auslandes verdient hätte. Diese Richtung der Beziehungen wurde jedoch mit dem Aufhören des Lateinischen als Gelehrtensprache ganz vernachlässigt. Weder die einzelnen schöpferischen Leistungen, noch das Gesamtbild des kirchlich-theologischen
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