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Vorwort'
Das Evangelium der Maria Magdalena kam im Jahr 1896 in Kairo ans Licht, ungefähr fünfzig Jahre vor der sensationellen Entdeckung der so genannten gnostischen Evangelien von Nag Hammadi in Oberägypten. Unter all diesen Texten ist das Evangelium des Thomas am bekanntesten. Wie alle gnostischen Evangelien vermittelt auch das Maria-Evangehum dem modernen Menschen eine neue Wahrnehmung der Größe des Christentums und der Gestalt Jesu.
Sowohl in ihrer Wurzel als auch in ihrer Essenz ist die Lehre Jesu ganz klar eine Vision und ein Weg, die der Menschheit von einer Quelle weit jenseits der uns vertrauten Eigenschaften des Intellekts und der Sensibilität geschenkt wurden. Der Glanz und das Mysterium seiner Worte und Taten vor 2000 Jahren ist eine »Erschütterung von oben«, welche die Welt veränderte und in den Hoffnungen von Millionen Menschen auf der ganzen Erde nachklingt.
Aber die inneren und die äußeren Umstände des modernen Lebens haben sich in einer Weise entwickelt, dass es vielen von uns fast unmöglich geworden ist, die spirituellen Traditionen der Welt zu hören. Zusammen mit dem inspirierten Kommentar von Jean-Yves Leloup kann das Maria-Evangelium dazu beitragen, die Lehre Jesu mit neuem Leben zu erfüllen - diese unbekannte Botschaft, unbekannt nicht in