Bővebb ismertető
VorwortMeine ersten Erfahrungen mit einer Falle machte ich in dem Hause meiner Großmutter. Dort stand hinter einem alten Kachelofen eine Mausefalle. Für uns Kinder war es eine aufregende Beschäftigung, diese Mausefalle mit einem Stück Speck, das mit einem Streichholz leicht angeröstet wurde, zu bekö-dern. Voller Spannung warteten wir auf das Zuklappen. Wir waren aber immer schon eingeschlafen, bevor sich eine Maus fing. Das Ertränken der gefangenen Maus empfanden wir nach meiner Erinnerung nicht einmal als sehr grausam. Dann lernte ich, drei Hölzchen zusammenzufügen, die einen Ziegelstein in der Schwebe hielten. Die Ergebnisse mit dieser sofort tötenden Falle befriedigten mich sehr. Das Herunterfallen des Ziegelsteines hörte man eher, und es war eigentlich noch spannender.Heute gibt es kaum noch Kinder, die diese Erfahrungen im Fallenaufstellen sammeln können. Wo Mäuse sind, werden sie vergiftet, und in den modernen Häusern unserer übervölkerten Städte scheint selbst für Mäuse kein Platz mehr zu sein.Später machte ich bei vogelkundlichen Spaziergängen die Bekanntschaft von Vogelstellern, merkwürdigen Typen, die noch den illegalen Vogelfang mit Leimruten betrieben. Ich gewann als Junge ihr Vertrauen und wurde in die Geheimnisse dieser uralten Fangmethoden eingeweiht. Vom Kochen des Vogelleimes bis zum richtigen Legen der Leimruten war ein spannender Zeitraum, und man mußte wirklich die Vögel sehr lange beobachten und eine gute Kenntnis ihrer Lebensgewohnheiten haben, bis man zu einem Erfolg kommen konnte. Hinzu kam noch der Reiz des Verbotenen, der die Vogel-stellerei umgab. Rückschauend kann ich sagen, daß mir der erste Dompfaff, den ich mit Leim fing, mindestens ebensoviel Aufregung und Freude bereitet hat, wie der erste von mir geschossene Bock.Wenn ich an die Zeit zurückdenke, als ich den alten Förster bei seinem Rundgang begleitete, der ihn an seinen Fuchseisen vorbeiführte - damals war es normal, daß jeder Förster im Winter 20 und mehr Tellereisen stellte -, so war dieser Weg mit größter Spannung geladen, ähnlich dem Gefühl, das den Fischer bewegt, wenn er seine Hechtangeln oder seine Aalschnüre aufhebt. Immer wieder die Frage: Hat sich etwas gefangen?" - und die nächste Frage: Was hat sich gefangen?"Es ist sehr merkwürdig, daß dem heutigen Jäger der Reiz, der in dem Fangen eines Tieres liegt, scheinbar verlorengegangen ist. Es mag dies damit zusammenhängen, daß dem Menschen nicht mehr genügend Zeit zur Verfü-