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Auf dieser altén Gravüre von Monaco sehen wir die Festung der Grimaldis in der Form, wie sie die Schiffer vom Meer aus erblicken konnten.
MONACO
Die altén Seefahrer waren echte Meister in der Kunst, unbekannte Landstriche zu taufen, die ihnen auf ih-rem Wege begegneten. Entsprechend ihren Früch-ten, ihrem Klima und ihrer geographischen Lage ver-liehen sie Gebieten und Lándern unterschiedliche Na-men wie z.B.: Apfelsinengarten, Silbererde, Gewit-terinseln. Spáter gerieten diese Bezeichnungen in Vergessenheit, da die Geschichte sie soweit ánderte, dass sie ihren blumigen und poetischen Charakter verloren.
Der Name Monaco soll von der Bezeichnung Portus Monoeci herstammen, dem ehemaligen Hafen des Herkules, wie mediterrane Legenden erzáhlen. Doch sollte sich Monaco eigentlich Hafen der Ruhe, Erde der Sonne, Garten des Glückes nennen. Gleich einer weissen Möwe scheint es zwischen Himmel und Erde auf der milden Brise zu schweben, die ihre Flügel er-zeugt. Das Land lachelt mit dem Rauschen von
Schaumkronen und prickelnden Champagnerblasen, mit der ansteckenden Fröhlichkeit einer Frau, die rote und blaue Blüten an der Brust trágt, wáhrend sie barfuss über die kráftigen und rauhen Felder lauft, die nach Rosmarin, Zitrone und Meer duften. Das Für-stentum Monaco gliedert sich in drei Distrikte auf: Die alte Gemeinde Monaco, vom Adelspalast der Grimaldis geprágt; La Condamine, das Hafenviertel; und Monte-Carlo, der Felsen des Kasinos, der Hotels, der nicht endenwollenden Feste.
Bald jedoch wird ein vierter Komplex, der von Font-vieille hinzukommen, dessen nahezu 220.000 m2 dem Meer abgewonnen worden sind. Unter dieser fröhlichen und optimistischen Decke ver-steckt sich eine tiefgründige, tausendjáhrige Geschichte. Dies ist eines der grössten Geheimnisse Mo-nacos: Die Fáhigkeit, seine Geschichte in Leben, sei-ne Wurzeln in Früchte zu verwandeln. In der Umge-bung Monacos trifft man auf unzáhlige Zeugnisse sei-ner Geschichte; in seinen Grotten fand man die Ske-