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Die Legenden
Wenn man Eginhard glauben darf, kehrte Karl i., König der Franken, 776 - erst zwölf Jahre später wird er Karl der Große, Kaiser des Westreiches - über die Berge und die Schlucht von Ibaneta, seitdem Roncevalles, zurück, nachdem er die Sarazenenjenseits der Pyrenäen geschlagen hatte. Seine Nachhut, die von dem berühmten Roland angeführt wurde, folgte ihm nach. Als sie durch einen Engpaß zog, wurde sie überrascht, zerschlagen und niedergemacht, so daß niemand entkam Diese Begebenheit ließ sehr schöne Heldenlieder entstehen. Eines davon schrieb vierhundert Jahre später der Mönch Tu-rold nieder. Es wurde als Klassiker der französischen Literatur unter dem Namen Chanson de Roland bekannt. Dort wird erzählt, wie Karl der Große «mit geschmücktem Bart» die Mauren verjagen wollte. Als er «nach vollendeter Mission» zurückkehrte, stürzte der niederträchtige Verräter Ganelon das Sarazenenheer auf die Nachhut des tapferen Roland und machte sie nieder, obwohl Roland aus voller Lunge auf seinem Horn Olifant blies und mit seinem Schwert Du-randarte die Felsen zum Bersten brachte. Dieses Lied ließ die schönen Damen in den Ritterburgen, vielleicht sogar die Dienerinnen in ihren Katen, bitterlich weinen. Es wurden viele Gedichte geschrieben, die im allgemeinen damit schlössen, daß der Klang des Horns bis tief in die Wälder traurig schallte