Bővebb ismertető
VORWORTDas vorliegende Buch ist während vieler Jahre seiner Endgestalt entgegengewachsen. Es entstand aus Vorlesungen, die in regelmäßigen Abständen gehalten wurden, vor allem an der Paderborner Erzbischöflichen Akademie, im Christlichen Bildungswerk Die Hegge und an der Mündiner Ludwig-Maximilians-Universität. Das Ziel der Vorlesungen war weder ein exegetisches noch ein dogmatisches, sondern ein kerygmati-sches. Das heißt aber, die Hörer sollten instandgesetzt werden, in Glaubensunterweisung und Verkündigung mit dem Heiligen Buche so umzugehen, wie es sowohl dem hohen Gegenstande gemäß ist, als auch den jugendlichen und erwachsenen Adressaten entspricht. Daraus erklärt sich die besondere Struktur dieser Arbeit.Geboten wird weder ein Kompendium minutiöser Wortexegese noch eine Kollektion praktikabler Unterrichtsentwürfe, geboten wird das Verkündigungssubstrat des Alten Testaments. Der Versuch liegt m.a.W. in der Mitte zwischen der exegetischen und der katechetischen Bemühung. Der erste Teil holt, in der Form kerygmatischer Perspektiven, die Ganzheit der alttestamentlichen Offenbarung in den Blidt. Der zweite Teil erarbeitet das Kerygma der Genesis. Das Buch des Anfangs nämlich enthält wurzelhaft alles, was hernach in den weiten Gefilden der Heilsgeschichte heraufwächst. Der Leser bekommt solchermaßen einen Modellfall angeboten, nach dessen Muster er womöglich alle Texte der alttestamentlichen Offenbarung verkündigungsgerecht angehen kann. Dabei wurden für spätere Publikationen ausgespart einerseits die alttestamentliche Gebetserfahrung, die sidi vor allem im Psalter verdichtet, andererseits wesentliche Stücke der prophetischen Botschaft und des israelitischen Weisheitssdiatzes. Der Anmerkungsapparat, übrigens auf ein Mindestmaß eingeschränkt, will nicht nur die fadiliche Kontrolle ermöglichen, sondern auch die gründliche Beschäftigung anregen. Die Versenkung in das Alte Testament fordert nämlich nicht so sehr