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Der Marshal von Sun City Es lag etwas in der Luft. Joe hatte nicht sagen können, was. Das Lokál - John Harpers Gasthaus und Speise= restaurant - fand er besser, als er erwartet hatte. Die Einrichtung war neu. Das brauchte einen nicht weiter zu wundern, schliefilich war die ganze Stadt neu, wenn man diese Ansammlung von Háusern überhaupt Stadt nennen wollte. Vor zwei Jahren hatte sie vermutlich noch nicht existiert, und vor sieben Jahren, als Joe nach Colorado ging, war hier weit und breit nichts als nackte Prárie ge= wesen. Auch sein eigentliches Ziel, das weiter südöstlich gelegene Sun City, hatte es damals noch nicht gegeben, ebensowenig wie Dodge City, die in den letzten Jahren zum Hauptumschlagplatz für Texasrinder gewordene gröfíte Stadt im südlichen Kansas. Der Kaffee war gut, den ihm ein Madchen, vermutlich die Wirtstochter, gebracht hatte, und er war überzeugt, dais das Essen, das er bestellt hatte, auch nicht schlecht sein würde. Der Wirt hatte ihm ein grofíes, saftiges Steak versprochen. Aufier ihm waren noch drei Gáste im Raum. Auf der Eckbank vorn zwischen Fenster und Tür hockte ein klei= ner, knochiger Greis, von dessen Gesicht in der grauen Bartwildnis fast nichts zu erkennen war. Er schien im Schlaf oder Halbschlaf zuweilen vor sich hin zu brabbeln. Die beiden Manner, die an einem der Mitteltische unweit der Tür safien und Joe den Rücken zukehrten, hatten sei= nen Grufi nur mit einer Kopfbewegung erwidert und sich dann nicht weiter um ihn gekümmert. Ihrer Kleidung nach waren es Handwerker oder kleine Gewerbetrei*