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ERSTER TEIL1Nichts auf dieser Welt trügt mehr als die Ruhe,denn wie oft birgt tiefste, vollkommenste Ruhe wahre Stürme.Auch jener Frühlingsnachmittag in diesem ewig stillen Viertel der Hauptstadt war ruhig. Der Himmel war blau und weich, der schwache Wind trug Wolken von Pappelblüten durch die Straßen, bedeckte das Pflaster mit dünnem, flaumigem Weiß. In den Höfen hinter den Häusern spielten Kinder. Alte Frauen saßen an den Fenstern und blickten versonnen auf die weißen Pappelblüten. Gesprenkelte Schwarzdrosseln mit rostbraunem Rücken sangen in den alten Bäumen der Grünanlage. Auf den verwitterten Fenstersimsen saßen Tauben und blickten erwartungsvoll auf die verstaubten Scheiben. Ab und zu öffnete ein alter Mann oder ein kleiner Junge das Fenster und streute Krümel auf den Sims.Ein Junge schlenderte gemächlich die Straße endang, blieb überall stehen und schaute sich alles an, was ihm unterwegs begegnete. Er konnte sich Zeit lassen. Es war gegen fünf, um diese Zeit brachte das Fernsehen meistens irgendwelche langweiligen Programme für Kinder. Der Junge war ungefähr zehn Jahre alt, ordendich gekleidet, hatte sanfte braune Augen und eine zarte Nase, die ihm ein etwas mädchenhaftes Aussehen verliehen. Doch so ordentlich und manierlich er auch war, so tief gesunken", daß er sich das Kinderprogramm angesehen hätte, war er nicht. Seine Leidenschaft waren Filme für Erwachsene, Filme mit Schießereien, im